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Donnerstag 04. Dezember 2014

Am 26.11.2014 fand der Verbraucherpolitische Kongress zum Thema „Ein Buch mit 7 Siegeln: Label, Zeichen, Bewertungsportale – Orientierung oder Blendwerk?“ in der historischen Stadthalle Wuppertal statt.

Wir waren dort und haben uns u.a. die verschiedenen Ansätze aus Politik, Wissenschaft und Wirtschaft angehört, die der Frage nach dem Bedürfnis gesetzlicher Regulierungen bzw. Standardisierungen von Gütesiegeln und Bewertungsportalen nachgingen.

Grundsätzlich sollen Gütesiegel oder Bewertungsportale eine Orientierungs-und Entscheidungshilfe für den Verbraucher bieten. Die Siegel sollen die Kaufentscheidung positiv zu beeinflussen, was auch verschiedenen Studien zufolge sehr gut funktioniert.

Wie die Expertendiskussion jedoch zeigte, hat dieser Umstand im Ergebnis zu einer Vielzahl von Siegeln und Bewertungsportalen in den verschiedensten Bereichen geführt hat. Wie die Diskussion in Wuppertal nochmals verdeutlichte, ist die Glaubwürdigkeit aller Siegel nicht immer gewährleistet, da es an Seriosität und Verlässlichkeit fehlt.

Deshalb sehen die Verbraucherminister(innen) der Bundesländer sowie die Verbraucherzentralen als Lösung im Kampf gegen diese Intransparenz die Schaffung gesetzlich formaler Rahmenbedingungen für Zertifikate. Dadurch möchten sie ein Mindestniveau an Transparenz, Unabhängigkeit und Kontrolle sicherstellen und erkennbar machen. Bei den Gesprächen wurden deshalb Forderungen zur Schaffung eines neuen Siegels, eines sogenannten Meta-Siegels, laut.

Ob eine solche gesetzliche Kontrolle oder Standardisierung – ein neues zusätzliches Siegel - allerdings Abhilfe schaffen kann, dem Dschungel an Siegeln und Zertifikaten entgegen zu treten und für mehr Transparenz im Hinblick auf Prüfkriterien, Vergabe und Verwendung als auch die tatsächliche Einhaltung der getroffenen Aussagen zu gewährleisten, ist nicht unumstritten.

Denn es gab auch konträre Stimmen, die die Lösung eher in der Erweiterung bereits bestehender Gesetze wie beispielsweise des Gesetzes gegen den unlauteren Wettbewerb (UWG) sahen und die Verwendung bereits vorhandener, bewährter Konzepte für die Siegelvergabe ohne staatliche Kontrolle für zielführender darstellten.

Die weitere Untersuchung des Themas muss nun zeigen, ob sich alle Interessen unter einem Dach vereinen lassen und tatsächlich gesetzliche Mindeststandards geschaffen werden können, die im Ergebnis eine echte Entscheidungshilfe für den Verbraucher im Wirrwarr der Gütesiegel darstellen können.

Der Händlerbund wird die Diskussion weiterhin eng begleiten, die Brancheninteressen zu bewahren.


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