Switch language: Englisch
Kontakt
x
Mitgliedsnummer:

Passwort:
Zugangsdaten vergessen?
x

Rund um die Uhr telefonisch erreichbar +49 341 926590

Fax: 0341 / 926 59 100 E-Mail: info@haendlerbund.de

Händlerbund Logo
Tel:+49 341 926590

24h telefonisch erreichbar

Der größte Onlinehandelsverband Europas
mit über 60.000 geschützten Onlinepräsenzen

Donnerstag 18. Juni 2015

Der Händlerbund nahm am 17.06.2015 als Interessenvertreter der Branche an der öffentlichen Anhörung des Ausschusses für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit (Vorsitzende Bärbel Höhn, BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN) zur geplanten Novelle des Elektro- und Elektronikgerätegesetzes (Berichterstatter Dr. Thomas Gebhart, CDU) teil. Die Bundesregierung will mit der geplanten Novelle die Rücknahme alter Elektronikgeräte neu regeln und Händler in die Pflicht nehmen, Altgeräte zurückzunehmen. Zum Gesetzentwurf der Bundesregierung hat sich der Händlerbund in einer Stellungnahme bereits ausführlich positioniert.

 

Der derzeitige Gesetzesentwurf der Bundesregierung sieht eine 1:1 Übernahme der bereits verabschiedeten europäischen Richtlinie 2012/19/EU in nationales Recht vor. Ziel der Richtlinie ist es die schädlichen Auswirkungen von Elektro- und Elektronikgeräten europaweit zu verringern und die Effizienz der Ressourcennutzung zu steigern. Der Händlerbund begrüßt den Grundsatz umweltgefährdende Schadstoffe ressourcenschonend und ordnungsgemäß zu entsorgen.

Offene Fragen und Kritik

Die Anhörung zeigte, dass es noch viele offene Fragen und kritische Punkte in dem Gesetzentwurf gibt, der von der Bundesregierung überarbeitet werden muss.

Eine 1:1 oder 0:1 Rücknahmepflicht für den Fernabsatzhandel wurde in der Anhörung scharf kritisiert. Das neue ElektroG sieht u. a. eine Verpflichtung des stationären sowie Online-Handels zur Rücknahme von Elektronik-Altgeräten vor. Dies beinhaltet die Organisation der Abholung der Altgeräte bei kommunalen Sammelstellen und deren umweltgerechten Entsorgung. Unstimmigkeit besteht darin, ob überhaupt eine sachgerechte und ordnungsgemäße Annahme und Erfassung gefährlicher Schadstoffe von Online-Händlern gewährleistet werden kann und sollte. Es kann nicht im Sinne des Gesetzgebers sein, Online-Händler die Annahme und den Versand von Gefahrengüter wie Quecksilber, Flammschutzmittel oder PCB zu überlassen.

 

 

Zum anderen ist die ökologische Nachhaltigkeit eher fragwürdig, da die entstehende Feinstaub- und CO2-Belastung durch den größeren Transportaufwand zu einer deutlichen Verschlechterung der Ökobilanz führt. Diese Punkte, wurden auch bereits vor der Anhörung in der Stellungnahme des Händlerbundes aufgenommen.

Die weitere Entwicklung wird der Händlerbund genau beobachten und sich sowohl für eine umweltgerechte, aber auch eine wirtschaftlich und ökologisch sinnvolle Umsetzung der Richtlinie im Interesse der E-Commerce-Branche einsetzen.


zurück zu den aktuellen News
Anchor Top