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Freitag 24. Juni 2016

Nachdem die britische Bevölkerung mit der äußerst knappen Stimmmehrheit von 51,9 Prozent für einen Austritt aus der Europäischen Union gestimmt hat, kommen weitreichende Veränderungen auf die E-Commerce-Branche zu. Die Zäsur für Europa geht mit unsicheren Zeiten im wirtschaftspolitischen und rechtlichen Sinne einher. Welche Konsequenzen der Austritt im Einzelnen für deutsche Online-Händler haben wird, ist nicht absehbar.

1. Warum kann der Brexit negativ für Online-Händler sein?

Die Bestrebungen des europäischen Online-Handels gingen bisher in Richtung rechtliche Harmonisierung und Einheitlichkeit für den grenzüberschreitenden E-Commerce. Die Verbraucherrechterichtlinie beispielsweise regelte das Widerrufsrecht für den grenzüberschreitenden Handel einheitlich und auf europäischer Ebene. Wie die bestehenden Gesetze im Zuge des Austritts Großbritanniens aus der EU aussehen, muss neu verhandelt werden.

2. Warum kann der Brexit positiv für Online-Händler sein?

Durch den Brexit wird die Konkurrenz ausländischer Waren, die aus Großbritannien auf dem deutschen E-Commerce-Markt angeboten werden, geringer. Online-Händler, die wenig ins Ausland verkaufen und sich auf den deutschen Markt konzentrieren, werden es leichter haben. Warenimporte, also der Verkauf britischer Produkte an deutsche Konsumenten, wird höchstwahrscheinlich schwieriger und teurer werden.

3. Wird es zukünftig Zölle und Einfuhrsteuern geben?

Ob es tatsächlich zur Wiedereinführung von Zöllen kommt, steht zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht fest. Mit dem Austritt aus der EU erhält Großbritannien den Status eines Drittlandes. Für den Handel in Drittländer fallen häufig Zölle und Einfuhrumsatzsteuern an. Diese Kosten und die zu erwartenden höheren Versandkosten für die Lieferung in Drittländer erhöhen den Kostendruck auf Online-Händler und führen möglicherweise zu einem Preisanstieg, den Käufer zu spüren bekommen. Eine Pflicht, den Kunden über anfallende Zölle, Steuern oder Gebühren zu informieren, besteht weiterhin nicht.

4. Darf ich weiter problemlos nach Großbritannien versenden?

Allein der Versand in ein künftiges Nicht-EU-Land führt zu keinen rechtlichen Änderungen für deutsche Online-Händler. Beim Versand außerhalb der EU werden weiterhin deutsche Rechtsvorschriften anwendbar sein, soweit sie vereinbart wurden.

5. Müssen Rechtstexte im Online-Shop angepasst werden?

Für die Rechtstexte im Online-Shop ändern sich eventuell Feinheiten bei der Formulierung. Online-Händler haben aber momentan keinen dringenden Handlungsbedarf. Rechtstexte müssen zunächst nicht angepasst werden.

Der Händlerbund wird die Verhandlungen zum Austritt Großbritanniens aus der EU kontinuierlich mitverfolgen und alle, für Online-Händler relevanten rechtlichen Änderungen auf dem Infoportal Onlinehaendlernews.de veröffentlichen. Mit Informationsmaterial, wie Hinweisblättern, Studien und Berichten werden wir den Verlauf des Brexit begleiten und unsere Mitglieder jederzeit auf dem Laufenden halten.


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