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Internationaler Versand: Preise für Warensendungen aus China steigen


Schon seit Langem häufen sich die Beschwerden über chinesische Online-Händler, die ihre Waren in Europa und Deutschland zu absoluten Niedrigpreisen anbieten. Für Konsumenten sind diese niedrigpreisigen Angebote verlockend, zumal in der Regel der Versand von China nach Deutschland minimal ist. Dies wird sich 2018 ändern.

Neues System differenziert nach Sendungsinhalt

Begleitet vom internationalen Dachverband Ecommerce Europe, dem auch der Händlerbund seit September 2014 als einziges deutsches Mitglied angehört, hat der Weltpostverband eine Änderung der bisher angewendeten Regularien bei Sendungen bis zu zwei Kilo durchgesetzt. Bei dem letzten Kongress des Weltpostverbandes 2016 in Istanbul (Türkei) hat man sich dazu entschlossen, das sogenannte „Leichtgewichtsystem“ auf die Sendungen anzuwenden. Dabei hängt die Definition, ob Brief oder Paket, künftig vom Inhalt der Sendung ab. Infolgedessen werden leichte Sendungen, die Waren enthalten, unterschiedlich behandelt als Sendungen, die Korrespondenz enthalten. Im Vergleich zu grenzüberschreitender Briefposten wird die Vergütung pro Posten an Drittpostgebiete ab dem 1. Januar 2018 um rund 120 Prozent erhöht. Die Gebühr für die Eintragung von Briefpostpositionen ohne vorgegebenen Inhalt wird um rund 80 Prozent erhöht. Reine Briefsendungen werden um drei Prozent pro Jahr steigen.

„Ecommerce Europe hat seine Position als Vorsitzender des UPU-Beratungsausschusses genutzt, um die Verzerrung im globalen Postnetzwerk zu überwinden und ein gleichberechtigtes Spielfeld zugunsten der breiteren E-Commerce-Gemeinschaft wiederherzustellen“, kommentiert der Händlerbund-Experte Walter Trezek, Vorsitzender des UPU- Beratungsausschusses und Co-Vorsitzender der E-Logistics-Arbeitsgruppe bei Ecommerce Europe.

Waren aus China werden für Verbraucher unattraktiver

Bisher war es möglich, dass Sendungen aus Drittstaaten, wie beispielsweise China, extrem günstig nach Deutschland versendet wurden. Dafür wurden vor allem kleine und preisgünstige Waren als Brief versendet und eben nicht als Paket. Dies führte jedoch zu Problemen bei den Postzustellern. Deren Systeme zur Sortierung und Sequenzierung von Briefsendungen, die in Briefkästen passen, sind hochautomatisiert und sensibel. Durch die Zunahme von Waren in Briefsendungen, die nicht für die automatisierte Briefsortierung oder Sequenzierung geeignet sind und entsprechend händisch bearbeitet werden müssen, sorgen bei den Unternehmen zunehmend für Probleme.

Neben den systemischen Problemen geraten die Postunternehmen auch finanziell unter Druck, da die Bearbeitung die Kosten in die Höhe treibt, die durch das niedrige Briefporto jedoch nicht gedeckt werden können. Der signifikante Preisvorteil verschafft den chinesischen Händlern auch einen Vorteil gegenüber deutschen und europäischen Online-Händlern, da die Versandkosten weit unter denen liegen, die einheimische Online-Händler zahlen müssen.

Durch die neue Regelung des Weltpostverbandes steigen die Kosten für Händler aus Drittländern erheblich an. Es ist anzunehmen, dass die Händler Kostensteigerung auf die Verkaufspreise aufschlagen. Das Einkaufen in China wird dann für viele wieder unattraktiver.

 

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