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Neue Energieverbrauchskennzeichnung ab 01. August 2017

Rechtliches | 07.08.2017

Eine verständliche Energieverbrauchskennzeichnung versetzt Kunden in die Lage, sachkundige Kaufentscheidungen auf Grundlage des Energieverbrauchs zu treffen. Eine neue EU-Verordnung wird daher einen neuen Rahmen für die Energieverbrauchskennzeichnung (im Internet) festlegen. So soll zu einer zukunftsorientierten Klimapolitik beigetragen werden.

Statt A+++ nun wieder A bis G

Die derzeit gängigen Energieeffiziensklassen müssen aktualisiert werden, um ihre Wirksamkeit zu verbessern. Dies hat das Europäisches Parlament und der Rat festgestellt und die Verordnung VERORDNUNG (EU) 2017/1369 verabschiedet, die zum 01. August 2017 in Kraft trat. In der bisherigen Kennzeichnung gab es je nach Produktgruppe unterschiedliche Skalen, wobei die oberste Klasse von A bis A+++ reichte, was für den Verbraucher verwirrend sein konnte. Durch die Änderung soll nun mehr Transparenz für den Kunden geschaffen werden. Die unterschiedlichen Skalen werden wieder abgeschafft und auf die einheitliche Skala von A bis G reduziert.

  • Abschaffung A bis A+++
  • Skalierung A bis G

Pflichten der Händler und Lieferanten

Auch was die Darstellung und Übermittlung der Etiketten angelangt, gibt es Änderungen. Das Etikett muss in Papierform dem Produkt beiliegen. Falls ein Händler nicht über das nötige Etikett verfügt, muss er dieses vom Lieferanten anfordern, welcher fehlende Etiketten binnen fünf Arbeitstage unentgeltlich zu liefern hat. Alternativ kann der Händler das Etikett selbst ausdrucken oder zur elektronischen Anzeige herunterladen. Bei der Werbung müssen Online-Händler sicherstellen, dass sie auf die entsprechende Energieeffizienzklasse hinweisen. Für jede visuell wahrnehmbarer Werbung oder in technischem Werbematerial für ein bestimmtes Modell muss auf folgendes hingewiesen werden:

  • Auf die Energieeffizienzklasse des Produkts und
  • Das Spektrum der auf dem Etikett verfügbaren Effizienzklassen

Übergangsphase bis Herbst 2019

Die neuen Pflichten treten jedoch nicht sofort zum 01. August 2017 in Kraft, sondern schrittweise in den den kommenden Jahren. Die erste Stufe muss bis zum Herbst 2018 absolviert werden. Bis zum 02. November 2018 werden die entsprechenden Verordnungen zu folgenden Produktgruppen überarbeitet:

  • Geschirrspüler
  • Kühlgeräte
  • Waschmaschine
  • Fernsehgeräte und Monitore
  • Lampen und Leuchten

Nach Inkrafttreten der neuen Verordnungen haben Händler und Lieferanten zwölf Monate Zeit, neue Etiketten zu beschaffen und diese online oder am Produkt auszutauschen.

  • Umsetzung spätestens Herbst 2019

Neue Produktdatenbank

Neben den Änderungen der Effizienzklassen sind ab dem 01. Januar 2019 Produkte eines neuen Modells in die dafür geschaffene Produktdatenbank einzutragen, bevor sie auf den Markt kommen. Diese Pflicht trifft Lieferanten eines Produktes. Für Modelle, die zwischen dem 01. August 2017 und dem 01. Januar 2019 in Verkehr gebracht werden, besteht eine Frist bis zum 30. Juni 2019, bis zu dem die Daten nachgetragen werden müssen. Über einen öffentlichen Teil der Produktdatenbank besteht für den Verbraucher ein Zugang zu den Daten für Produktdatenblätter und Etiketten.

Änderungen im Energieverbrauch erfordert Zustimmung des Kunden

Für nachteilige Änderungen der Energieeffizienzklasse infolge einer Aktualisierung des Elektrogerätes erfordert es der ausdrücklichen Zustimmungen des Kunden (Beispiel: Ein Software-Update eines Flachbildfernsehers). Während der durchschnittlichen Lebensdauer des Produkts muss der Kunde die Aktualisierung ohne vermeidbaren Verlust der Funktionalität ablehnen können.

 

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