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Rechtliche Informationen zur Umsatzsteuernachforderung durch DPD

Rechtliches | 24.11.2017

Amazon-Händler bekommen aktuell Umsatzsteuernachforderungen von Amazon bzw. DPD zugesandt. Hintergrund ist ein Fehler beim Kauf von Versandetiketten auf der Plattform Amazon. Resultat des Fehlers ist, dass im Zeitraum vom 1. Januar 2016 bis zum 30. November 2017 beim Kauf von DPD Versandetiketten über „Versandentgelt kaufen“  keine Umsatzsteuer berechnet wurde. Diese wird nun nachgefordert. Händler sollten diese Nachforderung bei ihrer nächsten Umsatzsteueranmeldung einreichen.

Amazon verschickt E-Mails für DPD

Die Plattform versendet aktuell E-Mails mit der entsprechenden Information. In diesen E-Mails heißt es:

  • „DPD GmbH (DPD) hat uns informiert, dass Ihnen, aufgrund eines Fehlers, vom 1. Januar 2016 bis zum 30. November 2017 beim Kauf der DPD Versandetiketten über „Versandentgelt kaufen“ in Seller Central keine Umsatzsteuer berechnet wurde.

Einzig die Zeiträume unterscheiden sich hierbei für den einzelnen Händler. Amazon schlägt außerdem vor, was Händler in den entsprechenden Fällen tun sollen:

  • “Sie können beide Rechnungen in Ihrer nächsten Umsatzsteuer-Voranmeldung beim Finanzamt einreichen. Die von DPD in Rechnung gestellte Umsatzsteuer sollte über Ihre regelmäßige Umsatzsteuererklärung als normale Vorsteuer erstattungsfähig sein.”

Die eigentliche Abrechnung kommt durch den Versanddienstleister DPD selbst. Hierbei sollte ggf. geprüft werden, ob die entsprechenden Positionen auch tatsächlich stimmen. Der Einzug des fälligen Betrages geschieht wiederum über Amazon und belastet zunächst das Händler-Konto.

Rechtlicher Bestand der Nachforderung

Da es durch die Nachforderung zu einem Einzug der nicht erhobenen Umsatzsteuer kommt, steht auch die Frage der Rechtmäßigkeit im Raum. Laut der Geschäftsbedingungen für Versanddienstleistungen für Verkäufer regelt Amazon, dass der Händler ein Vertragsverhältnis mit einem Dritten - in den aktuell diskutierten Fällen mit dem Versanddienstleister DPD - eingeht, wenn er die Ware durch einen Dritten versenden lässt. Auch der Einzug der Nachforderung durch Amazon und die damit verbundene Belastung der Verkäuferkontos wird durch die Geschäftsbedingungen geregelt:

  • “Sie bevollmächtigen uns, Ihr Verkäuferkonto mit den Gebühren zu belasten, die aus dem Erwerb der Serviceleistungen anfallen...und gestatten uns, den Einzug oder die Rückerstattung von Gebühren über alle anderen, durch ihren Verkäufervertrag oder geltendes Recht gestatteten Wege zum Zahlungsausgleich abzuwickeln.”

Was für Händler nun wichtig ist

Zunächst darf dieses Schreiben durch Händler nicht ignoriert werde, da es zu einer Belastung des Kontos kommt. DPD hatte die nicht gezahlte Umsatzsteuer auf die Versandetiketten zunächst selbst beglichen und wird diese nun durch den Einzug beim Händler ausgleichen. Händler, die Rechnungen von DPD erhalten haben, sollten diese unter Vorlage der Schreiben von Amazon und Rechnungen von DPD bei der nächsten Umsatzsteueranmeldung beim Finanzamt deklarieren, um die nicht gezahlten Umsatzsteuerbeträge erstattet zu bekommen. Ist eine Korrektur der Rechnung erforderlich, muss diese korrigierte Rechnung auch an das Finanzamt übermittelt werden.

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