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Probleme beim One-Stop-Shop (OSS): Was Händler jetzt wissen müssen

Rechtliches | 06.10.2021

Zum 1. Juli sind die strengeren Regelungen zur Umsatzsteuerpflicht in Kraft getreten. Seitdem ist jeder Online-Händler, der Waren an Verbraucher ins EU-Ausland versendet, bei Überschreitung der Lieferschwelle von 10.000 Euro Nettoumsatz in jedem EU-Land steuerpflichtig. Dadurch sind nun zahlreiche Online-Händler in fast jedem EU-Land umsatzsteuerpflichtig und das gilt bereits dann, wenn nur ein einziges Paket in das jeweilige Land versendet wird. 

Um die notwendigen Steuererklärungen im EU-Ausland einheitlicher und einfacher zu gestalten, wurde der sogenannte One-Stop-Shop (OSS) geschaffen. Dieser soll es ermöglichen, alle relevanten Ausgangsumsätze für alle EU-Länder zentral über eine Schnittstelle im Heimatstaat zu melden. In Deutschland ist das Bundeszentralamt für Steuer (BZSt) für die Verwaltung des OSS zuständig. Die Steuermeldung kann darüber voll automatisiert erfolgen. 

Automatisierte OSS-Meldungen aktuell noch nicht möglich

Zurzeit gibt es allerdings noch Probleme bei der automatisierten Meldung der Steuererklärung, die für das dritte Quartal bis zum 31. Oktober erfolgen muss. Grund dafür ist ein Fehler in der Technik des OSS. Obwohl seit Jahren bekannt ist, dass das OSS-Verfahren kommen wird, sind die technischen Voraussetzungen dafür nicht fertig geworden, bestätigt nun auch das BZSt. Händler können ihre Daten daher nicht wie geplant gesammelt als CSV-Dateiupload, per Schnittstelle oder aus DATEV übermitteln.  

Das bedeutet für alle Online-Händler, neben einem erheblichen Mehraufwand an Zeit und Geld, auch mehr Risiken, da die Meldung manuell im Online-Portal des BZSt (BOP) abgegeben werden muss. Die Händler müssen nun ihre Datenstruktur für die Meldung vorbereiten und dabei in verschiedene Transaktionen unterscheiden.

Wir haben hier zusammengefasst, welche Unterscheidungen dabei zu treffen sind.

Für die komplizierte und fehleranfällige manuelle Meldung bietet unser Partner Taxdoo aber eine Lösung an. Wer über den Händlerbund Marketplace das Tool zur automatisierten Umsatzsteuer-Abwicklung gebucht hat, dem hilft Taxdoo weiter. Einzeltransaktionsdaten werden analysiert und gefiltert und den Händlern aufbereitet zur Verfügung gestellt. Ebenso bietet Taxdoo eine detaillierte Anleitung für die manuelle Meldung an.

Hintergrund zur Meldepflicht im OSS-Verfahren

Nach dem Start des OSS im Juli, muss die erste Meldung für das Quartal 3 (Juli, August, September) bis spätestens zum 31. Oktober erfolgen. Die Steuererklärung ist also immer bis zum Ende des Monats zu übermitteln, der auf den Ablauf des Kalendervierteljahres folgt. Das bedeutet für das:

  • 1. Kalendervierteljahr bis zum 30. April,
  • 2. Kalendervierteljahr bis zum 31. Juli,
  • 3. Kalendervierteljahr bis zum 31. Oktober,
  • 4. Kalendervierteljahr bis zum 31. Januar des Folgejahres.

Zu beachten ist allerdings, dass jeder, der sich einmal für den OSS registriert hat, alle Meldungen darüber abzugeben hat. Selbst wenn keine Umsätze in einem Quartal auszuführen sind, so muss dennoch eine Meldung – die sogenannte „Nullmeldung” – an den OSS erfolgen.

Weitere Informationen zur Umsatzsteuerreform und zum OSS erhalten Sie in unserem ausführlichen FAQ.

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