Switch language: Englisch
Kontakt
x

Rund um die Uhr telefonisch erreichbar +49 341 926590

Fax: 0341 / 926 59 100 E-Mail: info@haendlerbund.de

Mitglieder-Login
Tel:+49 341 926590

24h telefonisch erreichbar

Das E-Commerce Netzwerk
mit über 80.000 betreuten Onlinepräsenzen

Paketberater

Unser Paketberater hilft Ihnen, das für Sie passende Mitgliedschafts­paket zu ermitteln. In nur einer Minute erhalten Sie Ihr persönliches Angebot. Paketberater

* Alle Preise netto zuzüglich gesetzliche Mehrwertsteuer, zahlbar als Jahresbetrag.

Textilkennzeichnung beim internationalen Verkauf

Rechtliches | 03.08.2021

Die Basis der Kennzeichnung für Textilien ist die Textilkennzeichnungsverordnung, mit der Textilerzeugnisse unter Angabe ihrer Faserzusammensetzung etikettiert oder gekennzeichnet sein müssen. Hierfür gibt es natürlich nicht nur Vorschriften, wie genau die Fasern benannt werden dürfen und wie die Aufzählung bei Mischfasern zu erfolgen hat, sondern auch in welcher Sprache dies zu erfolgen hat. Das ist besonders bei einem internationalen Angebot tückenhaft, denn die Verordnung ist uneindeutig.

In welcher Sprache hat die Textilkennzeichnung zu erfolgen?

Zwar ist die Textilkennzeichnung primär eine Herstellerpflicht. Händler, die Textilartikel verkaufen, deren Kennzeichnung nicht den gesetzlichen Vorgaben aus der Textilkennzeichnungspflicht entsprechen, können aber ebenso eine Abmahnung erhalten.

Neben der Kennzeichnung oder Etikettierung als solches kommt es auch auf die richtige Sprache an. In der Verordnung heißt es dazu: „Die Etikettierung oder Kennzeichnung erfolgt in der Amtssprache oder den Amtssprachen des Mitgliedstaats, in des­sen Hoheitsgebiet die Textilerzeugnisse dem Verbraucher bereit­gestellt werden, es sei denn der betreffende Mitgliedstaat schreibt etwas anderes vor.”

Etikettierung/Kennzeichnung des Produktes

Dieser Artikel schreibt also vor, dass der Verbraucher in seiner nationalen Sprache, je nachdem für welche Länder die Ware bestimmt ist, auf den Fasergehalt hingewiesen werden muss. Die Etikettierung und Kennzeichnung muss also in der Amtssprache des Mitgliedstaats erfolgen, in welches die Textilerzeugnisse letztendlich versendet werden.

Ergo: Erfolgt der Versand ausschließlich innerhalb Deutschlands, würde eine Etikettierung oder Kennzeichnung in deutscher Sprache am Artikel genügen. Bei einem Versand innerhalb der EU müssen auch die Sprachen der Zielländer auf dem Etikett oder der Kennzeichnung ergänzt werden.

Eine Übersicht der Textilkennzeichnungen mit den wichtigsten Sprachen hat der Händlerbund bereits erstellt. Die komplette Übersicht über alle EU-Sprachen findet sich hier. Maßgeblich ist Anhang I (Liste der Bezeichnungen von Textilfasern). Es gibt auch die Möglichkeit, sich bis zu drei Sprachen gleichzeitig und nebeneinander anzeigen zu lassen:

Textilkennzeichnungsverordnung der EU

Achtung, denn es kommt auf die Feinheiten an. So lautet die deutsche Schreibweise „Elasthan”. Die Übersetzung hiervon, beispielsweise in Italienisch oder Polnisch, lautet jedoch „Elastan“. Bei der Etikettierung und Kennzeichnung ist also auf die richtige Sprache und Rechtschreibung zu achten.

Die Textilkennzeichnung im Online-Shop

Händler, welche ihre Textilien auf elektronischem Wege verkaufen, müssen die Informationen auch im Online-Shop vor dem Kauf und ungefragt zur Verfügung stellen, denn anders als im Ladengeschäft kann der Kunde den Artikel gerade nicht selbst in Augenschein nehmen oder das Personal fragen.

Ob die entsprechenden Angaben im Online-Handel in allen Landessprachen, in die versendet wird, zu erfolgen hat, ist in der juristischen Fachdiskussion nicht geklärt. Es sollen jedoch bereits Abmahnungen im Umlauf sein, nach welcher die Textilkennzeichnung bei international ausgerichteten Shops lückenhaft und damit unlauter war, wenn die jeweiligen Übersetzungen nicht in der Artikelbeschreibung ergänzt wurden.

Geht man von dem Wortlaut und dem Sinn und Zweck der Verordnung aus, macht diese strenge Rechtsauffassung durchaus Sinn und auch der Händlerbund rät, um ähnliche Abmahnungen zu vermeiden, die Faserbezeichnungen in ihrer amtlichen Übersetzung für alle betreffenden Lieferländer zu ergänzen. Hier sollten vor allem die Hersteller für erweiterte Informationen mit herangezogen werden.

Der Händlerbund hilft!

Verstöße gegen die Textilkennzeichnungspflicht sind sowohl wettbewerbsrechtlich als auch im Ordnungswidrigkeitenrecht relevant. Zur Vermeidung einer eigenen Abmahnung empfehlen wir dringend, die von Ihnen in Ihrem Shop angebotenen Textilerzeugnisse im Hinblick auf die Einhaltung des Textilkennzeichnungsgesetzes zu kontrollieren. Einen Überblick zu Ihren Pflichten bietet unsere FAQ-Seite Textilkennzeichnung.

Wenn Sie eine Abmahnung bzgl. einer Textilkennzeichnung erhalten haben, sollte diese einer individuellen Prüfung durch einen erfahrenen Rechtsanwalt unterzogen werden. Hier können Sie Ihre Abmahnung direkt zum Händlerbund hochladen - wir melden uns schnellstmöglich bei Ihnen und übernehmen alle weiteren Schritte für Sie.


Abmahnungsupload

Laden Sie die erhaltenen Abmahnungsunterlagen direkt hoch!
Wir melden uns umgehend bei Ihnen.

Hochgeladene Dateien:

Bisher haben Sie noch keine Dateien hochgeladen.
Klicken Sie auf den runden Button Datei-Upload.
X
X
X
X
X
+ weitere Datei hochladen

Powered by ChronoForms - ChronoEngine.com



zurück zu Rechtliches
?
Sie haben Fragen zu diesem Beitrag?
Diskutieren Sie hierzu gerne in unserer Facebook Gruppe.

Anchor Top
Rückrufwunsch