BFSG Abmahnung – Was du tun solltest

Du hast eine Abmahnung erhalten, weil dein Online-Shop nicht den Anforderungen des Barrierefreiheitsstärkungsgesetzes (BFSG) entspricht? Keine Sorge, unsere erfahrenen Rechtsanwälte stehen dir zur Seite, um dich schnell und kompetent zu unterstützen:​

  1. Soforthilfe bei Abmahnungen – auch bei Selbstverschulden
  2. Vertretung durch spezialisierte Anwälte
  3. Umfassende Rechtsberatung

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Ich habe eine Abmahnung erhalten – was kann ich tun?

Wenn du eine Abmahnung aufgrund eines Verstoßes gegen das BFSG erhalten hast, sollte diese einer individuellen Prüfung durch einen erfahrenen Rechtsanwalt unterzogen werden.

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Nicht in Panik geraten

Eine BFSG Abmahnung ist ärgerlich, aber kein Grund zur Panik. Bleibe ruhig, wir schaffen die Sache aus der Welt

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Nicht sofort unterschreiben

Häufig sind die Unterlassungserklärungen zu weit gefasst und zu deinem Nachteil. Wir prüfen, bevor du unterschreibst

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Nicht sofort bezahlen

Bei vielen Abmahnungen sind die Kosten zu hoch angesetzt. Wir prüfen das und im besten Falle zahlst du weniger

Das BFSG kurz erklärt

Das Barrierefreiheitsstärkungsgesetz (BFSG) ist für alle wichtig, die online verkaufen. Es soll sicherstellen, dass alle Nutzer – unabhängig von körperlichen oder kognitiven Einschränkungen – Zugang zu digitalen Angeboten wie Online-Shops haben. Heißt konkret: Menschen mit Behinderungen sollen deine Angebote genauso gut nutzen können wie alle anderen.

Seit dem 28. Juni 2025 sind deshalb auf viele Online-Händler neue rechtliche Verpflichtungen hinzugekommen. Wenn du z. B. einen Online-Shop betreibst, digitale Produkte anbietest oder elektronische Dienstleistungen nutzt, solltest du dich rechtzeitig mit den Anforderungen des BFSG vertraut machen.

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Lade hier deine Abmahnung hoch, damit wir uns optimal vorbereiten können. Wir melden uns schnellstmöglich bei dir, um dich bei den nächsten Schritten zu unterstützen. 

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Was sind typische Auslöser für BFSG Abmahnungen? 

Typische Auslöser für eine BFSG Abmahnung sind Verstöße gegen Anforderungen an die digitale Barrierefreiheit von Websites oder Online-Shops. Besonders häufig betreffen diese Mängel zentrale Nutzerfunktionen wie Produktseiten, Formulare oder den Checkout-Prozess.

Häufig beanstandete Punkte im Überblick:

  1. Fehlende Alternativtexte (Alt-Texte) für Bilder
  2. Nicht barrierefreie Formulare oder Checkout-Prozesse
  3. Unzureichende Farbkontraste
  4. Fehlende Tastaturbedienbarkeit
  5. Nicht barrierefreie PDF-Dokumente
  6. Fehlende oder unvollständige Barrierefreiheitserklärung
  7. Unstrukturierte Inhalte für Screenreader
  8. Fehlende semantische HTML-Auszeichnungen

Technische Barrieren als Abmahngrund

Auch strukturelle Probleme im Code können dazu führen, dass Inhalte von assistiven Technologien wie Screenreadern nicht korrekt erfasst werden. Dazu zählen beispielsweise:

  1. fehlerhafte Navigationsstrukturen
  2. unzureichend ausgezeichnete Buttons oder Links
  3. fehlende Fokuszustände
  4. nicht zugängliche interaktive Elemente

Werden solche digitalen Barrieren festgestellt, kann dies als Grundlage für eine BFSG Abmahnung dienen.

 

Welche Folgen können Verstöße gegen das BFSG haben?

Wer sich nicht an die Vorgaben hält, muss mit spürbaren Konsequenzen rechnen. Neben Abmahnungen kann es zu behördlichen Maßnahmen und saftigen Bußgeldern bis zu 100.000 EUR kommen. Zudem leidet deine Reputation darunter und Kunden könnten das Vertrauen in dein Unternehmen verlieren. Barrierefreiheit ist heute nicht nur Pflicht, sondern auch ein echtes Plus fürs Image.


Wer darf Verstöße melden – und wo?

Nicht nur Behörden schauen hin – auch Verbraucher, Organisationen und sogar Wettbewerber dürfen Verstöße gegen das BFSG melden. Die zuständige Stelle ist in der Regel eine Marktüberwachungsbehörde oder eine Verbraucherzentrale in deinem Bundesland. Auch anerkannte Verbände und Einrichtungen nach dem Behindertengleichstellungsgesetz dürfen dieses Recht selbstständig ausüben.

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Gilt das BFSG für dich? – Finde es mit wenigen Klicks heraus

Egal ob Online-Shop, Website oder mobile App, im E-Commerce fallen verschiedene digitale Angebote unter das Barrierefreiheitsstärkungsgesetz. Nicht auf alle Unternehmen kommen im Zuge des BFSG neue Pflichten zu. Finde im Schnell-Check heraus, ob das Gesetz auf dein Unternehmen Anwendung findet.

Zum BFSG-Check

Praxisbeispiel: Unterstützung bei aktuellen BFSG Abmahnungen

Im Zuge der aktuellen Entwicklungen rund um das BFSG haben zahlreiche Online-Händler nahezu identische Abmahnschreiben wegen angeblicher Verstöße gegen die Barrierefreiheitsanforderungen erhalten.

  1. Wer mahnt ab? die-website-experten.de (vertreten durch CLAIM Rechtsanwalts GmbH)
  2. Wie viel? 1.032,44 Euro
  3. Wer ist betroffen? Webseitenbetreiber allgemein

Auffällig: In den vorliegenden Fällen wurde den betroffenen Unternehmen pauschal vorgeworfen, ihre Websites oder Online-Shops seien nicht barrierefrei gestaltet – konkrete Angaben zu tatsächlich bestehenden Verstößen gegen das BFSG fehlten jedoch häufig. Teilweise wurde lediglich ein Screenshot der Website beigefügt, ohne nachvollziehbar darzulegen, gegen welche gesetzlichen Anforderungen konkret verstoßen worden sein soll.

Durch die gebündelte Auswertung zahlreicher Mitgliedsfälle konnte der Händlerbund wiederkehrende Muster in den BFSG Abmahnungen identifizieren und so maßgeblich zur rechtlichen Einordnung der Forderungen beitragen. Diese gemeinsame Aufklärungsarbeit ermöglichte es betroffenen Händlern, fundiert auf die Abmahnung zu reagieren und die geltend gemachten Ansprüche kritisch hinterfragen zu lassen.

So machst du es Abmahnern schwer

Seit dem 28. Juni 2025 gilt das BFSG – und mit ihm steigen die rechtlichen Anforderungen an deinen Online-Shop. Gleichzeitig wächst das Risiko für Abmahnungen. Wir unterstützen dich dabei, auf der sicheren Seite zu bleiben: mit unserem All-in-One-Barrierefreiheitspaket mit Assistenzsoftware, regelmäßigen Checks und rechtssicheren Vorlagen. Schütze deinen Shop und mache es Abmahnern schwer. Sichere dich jetzt ab und erfahre mehr.

FAQ zu BFSG-Abmahnungen

Was kostet eine BFSG Abmahnung typischerweise?

Die Kosten einer BFSG Abmahnung können unterschiedlich hoch ausfallen. Derzeit lassen sich jedoch kaum Mittelwerte benennen, da es bisher lediglich einen Abmahner gab. Dort lagen die Kosten Bereich von etwa 1.000 Euro.

Weitere Kosten können entstehen, wenn:

  1. rechtliche Beratung in Anspruch genommen wird
  2. eine technische Prüfung der Barrierefreiheit notwendig ist
  3. Anpassungen an Website oder Online-Shop vorgenommen werden müssen

Werden Fristen versäumt oder kommt es zu einem gerichtlichen Verfahren, können die Gesamtkosten einer BFSG Abmahnung deutlich steigen. Auch andere Abmahner könnten künftig abmahnen und andere Kosten im drei- bis vierstelligem Bereich fordern.

Welche Frist gilt für die Antwort auf eine BFSG Abmahnung?

In der Regel enthalten BFSG-Abmahnungen sehr kurze Fristen von etwa 5 bis 14 Tagen zur Abgabe einer Unterlassungserklärung.

Wie kann man die Echtheit eines BFSG-Abmahnungsschreibens überprüfen?

Um die Echtheit einer BFSG Abmahnung zu prüfen, sollten Betroffene insbesondere darauf achten:

  1. Wer ist der Abmahner (Mitbewerber, Verband oder Dienstleister)?
  2. Wird ein konkreter BFSG-Verstoß benannt?
  3. Ist eine rechtliche Grundlage nachvollziehbar angegeben?
  4. Liegt eine ordnungsgemäße Vollmacht vor?
  5. Wird eine strafbewehrte Unterlassungserklärung verlangt?

Unklare oder pauschale Vorwürfe ohne konkrete technische oder rechtliche Begründung können ein Hinweis darauf sein, dass die Abmahnung angreifbar ist.

Was passiert, wenn ich eine BFSG Abmahnung ignoriere?

Eine BFSG Abmahnung zu ignorieren, kann erhebliche Konsequenzen haben. Reagiert ein Unternehmen nicht fristgerecht, kann der Abmahner:

  1. eine einstweilige Verfügung beantragen
  2. Klage erheben
  3. weitere Kosten geltend machen

Neben Abmahnkosten können dann auch Gerichts- und Verfahrenskosten entstehen. Zusätzlich drohen bei tatsächlichen BFSG-Verstößen behördliche Maßnahmen oder Bußgelder.

Wie lange dauert ein typisches Verfahren im Zusammenhang mit einer BFSG Abmahnung?

Die Dauer eines Verfahrens hängt vom Einzelfall ab. Während außergerichtliche Klärungen oft innerhalb weniger Wochen erfolgen können, kann sich ein gerichtliches Verfahren über mehrere Monate ziehen.
Insbesondere bei

  1. technischen Nachbesserungen,
  2. Streit über die Berechtigung der Abmahnung,
  3. gerichtlichen Entscheidungen

verlängert sich die Dauer entsprechend.

Gibt es bestimmte Branchen, die häufig durch BFSG Abmahnungen gefährdet sind?

Aktuell stehen insbesondere folgende Branchen im Fokus:

  1. Online-Shops im E-Commerce
  2. Anbieter digitaler Dienstleistungen
  3. Ticket- und Buchungsplattformen

Welche Fehler können zu einer BFSG Abmahnung im E-Commerce führen?

Typische Gründe für eine BFSG Abmahnung im Online-Handel sind u. a.:

  1. fehlende Alternativtexte für Bilder
  2. nicht barrierefreie Formulare oder Checkout-Prozesse
  3. unzureichende Kontraste oder Navigation
  4. fehlende Tastaturbedienbarkeit
  5. nicht barrierefreie PDFs oder Dokumente
  6. fehlende oder unvollständige Barrierefreiheitserklärung

Solche Mängel können als Verstoß gegen gesetzliche Anforderungen gewertet werden.

Brauche ich einen Anwalt bei einer BFSG Abmahnung?

Eine rechtliche Prüfung durch einen spezialisierten Anwalt ist in vielen Fällen empfehlenswert.
Insbesondere bei:

  1. unklarer Rechtslage
  2. kurzen Fristen
  3. geforderter Unterlassungserklärung
  4. hohen Kostenforderungen

kann eine anwaltliche Einschätzung helfen, Risiken zu minimieren und unnötige Verpflichtungen zu vermeiden.

Unsere Mitgliedschaftspakete – Schutz für dein Online-Business

Im E-Commerce wirst du als Onlinehändler täglich mit neuen Herausforderungen konfrontiert. Der Händlerbund ist dein Partner für einen sicheren und erfolgreichen Onlinehandel. Mit unseren individuellen Mitgliedschaftspaketen findest Du die passende Lösung für Deine Herausforderungen im E-Commerce.

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* Alle Preise netto zuzüglich gesetzliche Mehrwertsteuer. Die Mindestlaufzeit beträgt 12 Monate.
** Hilfe bei Abmahnungen ist eine freiwillige solidarische Unterstützungsleistung für Mitglieder des Händlerbund e.V. Die Bedingungen der Abmahnhilfe ergeben sich aus der Rechtsschutzordnung des Händlerbund e.V.

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