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Die Cannabis-Legalisierung
und der Online-Handel

Legalize it! - Das ist der Traum vieler Cannabis-Nutzer. Bald könnte er wahr werden. Die Bundesregierung plant die Legalisierung von THC-haltigen Cannabis-Produkten. Möglicherweise hat diese Gesetzesänderung auch Auswirkungen auf den E-Commmerce. Noch bleibt abzuwarten, ob der Online-Verkauf von Cannabis ebenso legalisiert wird. In diesem Ratgeber erfährst du den aktuellen Stand und die weiteren Pläne für die Legalisierungen. In unserem umfangreichen FAQ beantworten wir die wichtigsten Fragen zur Cannabis-Legalisierung.

Aktueller Stand (Juli 2022)

  • Verantwortlich für das Gesetzesvorhaben ist das Bundesgesundheitsministerium (BGM) unter Karl Lauterbach (SPD).
  • Ein Eckpunktepapier soll im Herbst erscheinen.
  • Der erste Gesetzesentwurf soll im Dezember veröffentlicht werden.

Pläne

  • Der Verkauf von Cannabis zu Genusszwecken soll legalisiert werden.
  • „Lizenzierte Geschäfte” sollen Cannabis an Erwachsene zu Genusszwecken verkaufen dürfen.
  • Die Produktion und der Verkauf von Cannabis sollen staatlich kontrolliert und reguliert werden.

Ziele des regulierten Verkaufs:

  • höhere Steuereinnahmen
  • mehr Qualitätskontrolle beim Cannabis
  • Zurückdrängung des Schwarzmarktes
  • Entkriminalisierung der Cannabiskonsumenten
Cannabis im Online-Handel

FAQ zur Cannabis-Legalisierung und Online-Handel:

Wann tritt die Legalisierung in Kraft?

Bis die Legalisierung wirklich in Kraft tritt, wird es noch etwas dauern. Das Bundesgesundheitsministerium will ein erstes Eckpunktepapier im Herbst veröffentlichen. Der erste Gesetzentwurf soll im Dezember 2022 folgen. Dann beginnt ein wahrscheinlich längerer Prozess, bis ein zweiter Gesetzentwurf folgt, auf den sich die ganze Bundesregierung einigen kann. Dieser Gesetzentwurf muss dann den parlamentarischen Weg durch den Bundestag und den Bundesrat bestreiten.

Gleichzeitig müssen Lösungen dafür gefunden werden, dass Deutschland UN-Verträge ratifiziert hat, die im Gegensatz zur Cannabis-Legalisierung stehen und dass das EU-Recht derzeit eine umfassende Legalisierung von Cannabis nicht erlaubt. Außerdem wird es einige Zeit in Anspruch nehmen, bis genügend staatlich kontrollierte Zulieferung von Cannabis organisiert ist.

Derzeit wird davon ausgegangen, dass die Legalisierung nicht vor 2024 in Kraft treten wird.


Was ist der Unterschied zwischen Cannabis, Hanf, Marihuana, Haschisch und CBD?

Cannabis und Hanf sind dasselbe: Cannabis ist nur das lateinische Wort für Hanf. Im Sprachgebrauch wird Cannabis oftmals für Hanf und die THC-haltigen Produkte der Hanfpflanze verwendet.

Marihuana (oder Gras, Weed, Bubatz etc.) bezeichnet die getrockneten Blüten und die kleinen blütennahen Blätter der weiblichen Hanfpflanze. Diese enthalten das Harz der Pflanze, das hohe Konzentrationen von THC, CBD und anderen Cannabinoiden aufweist.

Haschisch bezeichnet das gepresste Harz der weiblichen Hanfpflanze. Der Extrakt wird oftmals zu Platten oder Blöcken gepresst. Während Marihuana oftmals grün bis bräunlich ist, hat Haschisch eine bräunliche bis schwarze Farbe.

Der Wirkstoff in Marihuana und Haschisch ist THC. Es gibt in der Hanfpflanze aber noch andere sogenannte Cannabinoiden. Das bekannteste ist CBD. Im Gegensatz zu THC wirkt es nicht psychoaktiv und nicht berauschend. CBD-Produkte können daher unter gewissen Voraussetzungen schon jetzt legal verkauft und konsumiert werden.


Darf der Verkauf auch online geschehen oder nur offline?

Das ist derzeit noch nicht klar. Allerdings gibt es auch in der Politik Stimmen, die fordern, dass der Verkauf online geschehen darf. Daher ist es sehr gut denkbar, dass man künftig Cannabisprodukte im Online-Handel verkaufen darf.


Wer darf zu einem „lizenzierten Verkäufer” werden? Nur Apotheken?

Das wird derzeit noch diskutiert. Von einigen Seiten wird gefordert, dass es nur Apotheken gestattet wird, Cannabis zu verkaufen. In anderen Ländern, in denen Cannabis legalisiert wurde, gibt es aber auch lizenzierte Geschäfte, die keine Apotheken sind. Daher ist es gut möglich, dass künftig nicht nur Apotheken Cannabis in Deutschland verkaufen dürfen.


Wie wird man zu einem „lizenzierten Geschäft”?

Darüber kann man derzeit noch keine Aussage treffen. Klar ist, dass die gesamte Industrie, vom Anbau über den Transport bis zum Verkauf staatlich kontrolliert werden soll. Da es wahrscheinlich noch bis 2024 dauern wird, bevor die Legalisierung auch richtig umgesetzt wird, wird es genügend Zeit für Händler geben, um sich mit dem Lizenzierungsprozess auseinander zu setzen.


In welchen Mengen darf verkauft werden?

Noch ist nicht klar, ob es eine Obergrenze geben wird oder auf welche Mengen der Verkauf beschränkt werden wird. Wie bei allen anderen Fragen, werden das Eckpunktepapier und der Gesetzentwurf, die in der zweiten Jahreshälfte 2022 veröffentlicht werden, einige Informationen liefern. Auch ist bisher noch nicht bekannt, ob es einen THC-Oberwert für das legale Cannabis geben wird.


Wird der Selbstanbau erlaubt?

Im Koalitionsvertrag wird der Selbstanbau nicht erwähnt. Bisher ist davon auszugehen, dass der Selbstanbau nicht erlaubt wird.


Altersgrenze: Wird Cannabis ab 18 oder ab 21 freigegeben?

Auch hierzu gibt es noch keine Klarheit. Dass man mindestens 18 Jahre alt sein muss, um Cannabis zu kaufen und zu konsumieren, ist sicher. Doch es gibt aktuell auch Verbände und Organisationen, die eine Freigabe erst ab einer Altersgrenze von 21 Jahren oder älter sinnvoll halten.


Was ist mit Cannabis in Speisen oder Getränken?

Unter anderem der Deutsche Hanfverband setzt sich dafür ein, dass auch der Verkauf von sogenannten Edibles, also THC-haltigen Speisen oder Getränken, legalisiert wird. Auch hier darf mit Spannung auf konkrete Regelungen gewartet werden.


Was gilt für den Verkauf von Zubehör (Tabak, Aromen, etc.)?

Hier dürfte die Cannabis-Legalisierung eher wenig an den schon bestehenden Regularien ändern. Insbesondere für den Tabakverkauf gelten spezielle Regeln, die Online-Händler beachten müssen, wie etwa beim Jugendschutz. Was Sie zum Handel mit Tabakwaren wissen müssen, finden Sie in unserem Ratgeber zum Handel mit Tabakwaren und anderen nikotinhaltigen Erzeugnissen.

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