Kurz erklärt » Widerrufsbutton im Online-Shop

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Wenn du Waren online an Verbraucher verkaufst, musst du seit der Einführung des sogenannten Widerrufsbuttons einen klaren digitalen Kündigungsweg anbieten. Der „Widerrufsbutton“ soll Kundinnen und Kunden den Widerruf ihres Vertrags genauso einfach machen wie die Bestellung. Für dich als Händler bedeutet das: Technische Anpassungen im Shop und saubere Abstimmung mit deinen Rechtstexten.
 

Was ist der Widerrufsbutton und woher kommt die Pflicht?

Der Widerrufsbutton ist eine gesetzlich vorgeschriebene Online-Funktion, über die Verbraucher ihren Widerruf elektronisch erklären können. Hintergrund ist die Umsetzung der EU-Modernisierungsrichtlinie im deutschen Recht. Ziel ist, dass der Widerruf ebenso unkompliziert möglich ist wie der Vertragsschluss – insbesondere im E-Commerce.

Die Pflicht betrifft dich, wenn du mit Verbrauchern Fernabsatzverträge abschließt, also typischerweise über deinen Online-Shop oder Marktplätze. Kundinnen und Kunden sollen ihren Widerruf nicht erst per E-Mail formulieren oder ein PDF-Formular herunterladen müssen, sondern über eine klar bezeichnete Schaltfläche – etwa „Vertrag widerrufen“ – direkt im Shop handeln können.

Gestaltung, Platzierung und praktische Umsetzung

Der Button muss eindeutig beschriftet sein, etwa mit „Vertrag widerrufen“. Bezeichnungen wie „Kontakt“ oder „Retourenanfrage“ reichen nicht aus. Optisch muss die Funktion gut auffindbar und während der gesamten Widerrufsfrist dauerhaft verfügbar sein – also nicht nur nach mehreren Klicks erreichbar. Am besten geeignet dürfte eine Platzierung im Footer sein.

Technisch muss nach dem Klick ein Formular erscheinen, in dem der Kunde die notwendigen Angaben (z. B. Bestellnummer, Name, E-Mail) machen kann. Der Zugang darf nicht zwingend ein Kundenkonto voraussetzen.

Nach Absenden des Formulars musst du den Eingang des Widerrufs unverzüglich bestätigen, idealerweise automatisiert per E-Mail. Danach musst du prüfen, ob du den Widerruf akzeptierst oder eben nicht. Bei der neuen Funktion handelt es sich nämlich lediglich um einen neuen Übertragungsweg für die Widerrufserklärung.

Außerdem musst du deine Widerrufsbelehrung und ggf. die AGB anpassen, sodass sie auf die neue Möglichkeit der elektronischen Widerrufserklärung verweisen.

Fehler bei der Umsetzung können Abmahnungen wegen des Widerrufsbuttons, Unterlassungserklärungen und Wettbewerbsverfahren nach sich ziehen. Prüfe daher regelmäßig, ob der Button technisch funktioniert, klar beschriftet ist und deine Prozesse – von der Bestätigung bis zur Rückabwicklung – rechtssicher ineinandergreifen. 


Unsere Lösung für den Widerrufsbutton ist bald verfügbar.

Gib im folgenden Formular deine E-Mail-Adresse ein. Wir informieren dich als erster, wenn unsere Widerrufsbutton-Lösung verfügbar ist.

 

Was tun, wenn du eine Abmahnung bekommst?

Auch wenn der erste Impuls Panik ist: Jetzt ist es wichtig, ruhig und besonnen zu reagieren – denn unüberlegte Schritte können die Situation schnell verschärfen. Eine modifizierte Unterlassungserklärung kann sinnvoll sein.


 

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