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Kosten für Ihren Online-Shop
Kostenplanung für Online-Händler

Nichts ist umsonst, wie es im Sprichwort so schön heißt. Das gilt auch für den Online-Handel. Wenn Sie überlegen, Online-Händler zu werden, müssen Sie sich auch mit dem unangenehmen Thema Kosten beschäftigen. Welche Kosten mit einem Online-Shop auf Sie zukommen, haben wir für Sie zusammengefasst. Mit unserem Überblick der Online-Shop-Kosten können Sie sich guten Gewissens in den E-Commerce wagen.

Um die Kosten für Ihren Web-Shop zu überblicken, sollten Sie unbedingt eine Kalkulation aufstellen. Denn mit der Gewerbeanmeldung, den Kosten für den Shop selbst und Marketing oder den Ausgaben für Ihre Mitarbeiter sind nur ein paar der Punkte genannt, auf die Sie sich mit Ihrem Online-Shop einstellen müssen.

Die verschiedenen Kosten, die mit Ihrem Online-Shop auf Sie zukommen, sind also in ganz verschiedenen Bereichen zu finden. Welche das sind und was Sie an Kosten einplanen müssen, erläutern wir Ihnen hier.

Kosten für Ihren Shop - Shopsystem, Design, Marketing & Co.

Was ist das Wichtigste für Ihren Online-Shop? Genau, der Shop an sich, ohne den der Rest nicht funktionieren wird. Ein kluger Aufbau und die schöne Ausgestaltung für Ihre potenziellen Kunden ist dabei maßgeblich für Ihren Erfolg als Online-Händler.


Shopsystem, Einrichtungsgebühren, Hosting und Domain

Ein Online-Shop zählt zu den technisch anspruchsvolleren Vorhaben, wobei die exakten Kosten für Ihren eigenen Online-Shop von verschiedenen Faktoren abhängig sind:

  • Hosting und Domain
  • Funktionen des Online-Shops
  • Design bzw. Aufbereitung des Shops
  • Angebot der Zahlungssysteme

Die einfachste Lösung für Ihren Online-Shop sind Baukasten-Systeme, die es Ihnen über verschiedene Module ermöglichen, Ihren Web-Shop nach Ihren Anforderungen aufzubauen. Es handelt sich um das sogenannte Hosting, bei dem Ihnen für Ihren Online-Shop ein Speicherplatz zur Verfügung gestellt wird. Mit Shopify kennen Sie sicher schon eins der populärsten Shopsysteme, neben Shopware, Gambio oder JTL. Mit dem Shopsystemvergleich des Händlerbunds wird es Ihnen noch einfacher fallen, eine Wahl zu treffen. Dafür fallen auch nur vergleichsweise geringe Mietkosten an, beginnend bei circa 50 € pro Jahr. Größere Hosting-Pakete sind entsprechend teurer, teilweise bis zu 300 € und mehr pro Jahr.

Die Festlegung einer Domain, also dem Namen Ihres Online-Shops (z. B. www.ihr-shop-name.de), ist mit zusätzlichen Kosten verbunden. Ihre Domain ist vergleichbar mit einer Postanschrift, da sie mit der Information verknüpft ist, auf welchem Server die Daten für Ihren Online-Shop gespeichert sind. Diese Kosten orientieren sich am Fokus: während Sie für eine .de Domain in Deutschland circa 10 € bis 15 € pro Jahr bezahlen, kostet eine .shop Domain mit dem Fokus E-Commerce bis zu 60 € im Jahr. Dafür müssen Sie aber immer auf den Server eines bestimmten Anbieters zurückgreifen, der Ihnen seinen Speicherplatz per Hosting zur Verfügung stellt. Ihren Online-Shop über einen eigenen Server zu betreiben, kann dabei für Sie eine Alternative sein, wenn Sie über das notwendige Know-how verfügen oder bereit sind, sich dieses aneignen. Hierfür gibt es verschiedene Open Source Lösungen, bei denen geringe Serverkosten anfallen. Dabei müssen Sie ungefähr mit Kosten ab 10 € monatlich rechnen.

Außerdem wird für Ihren Online-Shop oft eine einmalige Einrichtungsgebühr fällig, die sich durchschnittlich zwischen 10 € bis 30 € bewegt.

Wenn Sie eine Agentur beauftragen, können Sie von verschiedenen Vorteilen profitieren. Die Agentur erstellt Ihnen den von Ihnen gewünschten Online-Shop mit allen technischen Funktionen, hilft Ihnen bei der Platzierung in Suchmaschinen oder sogar auch bei der Bewerbung Ihres Online Shops in den Sozialen Medien. Für die Beauftragung einer Agentur müssen Sie dabei mindestens 5.000 € einplanen.

Weitere Kosten für Ihren Online-Shop müssen Sie zudem für die verschiedenen Zahlungssysteme einplanen, die Sie anbieten möchten. Dabei wird entweder eine monatliche Grundgebühr oder eine Transaktionsgebühr verlangt. Die Grundgebühr ist dabei abhängig von Ihrem Umsatz, von dem ein bestimmter Prozentsatz verlangt wird. Die Transaktionsgebühr ist eine weitere Gebühr pro durchgeführter Zahlungstransaktion. PayPal beispielsweise berechnet eine variable Gebühr von maximal 2,49% beim niedrigsten Umsatz sowie zusätzlich 0,35 € Gebühr pro durchgeführter Transaktion. Die Integration von vielen verschiedenen Zahlungsoptionen kann, ausgehend von Ihrer Zielgruppe, schon sinnvoll sein. Sie müssen aber bedenken, dass sich dadurch die Kosten für die integrierten Zahlungssysteme erhöhen.


Unser Tipp

Sie können ganz verschiedene Zahlungsoptionen in Ihren Online-Shop integrieren. Mit einem Vergleich der Zahlungsanbieter können Sie am besten abwägen, auf welche Anbieter Sie setzen möchten.


Online-Marketing und Analyse-Tools

Ein hübsch gestalteter Shop mit hochwertigen Produkten nützt Ihnen ohne Kunden leider gar nichts. Sie benötigen eine gute Marketing-Strategie, um sich gegenüber der Konkurrenz abzugrenzen und potenzielle Kunden auf sich und Ihren Online-Shop aufmerksam zu machen. Dafür haben sie verschiedene Möglichkeiten, unter anderem:

  • Suchmaschinenoptimierung (SEO) für ein gutes Ranking bei Google und Suchmaschinenwerbung (SEA) für eine garantierte Platzierung in den ersten Reihen
  • Social Media Marketing für eine Kundenansprache in den Sozialen Medien
  • Influencer Marketing, um von Content Creators als Markenbotschafter zu profitieren

Lernen Sie von Exprerten

Für den Umgang mit Marketing können Sie sich entweder über unseren HB Campus selbst fortbilden, zum Beispiel in den Grundlagen der Suchmaschinenwerbung (SEA) oder Basics zur Suchmaschinenoptimierung (SEO). Für ein Monatsabo profitieren Sie als Mitglied des Händlerbunds natürlich von besonderen Angeboten.


Um sich gegenüber Ihrer Konkurrenz gut zu positionieren und zum Beispiel herauszufinden, welche Keywords Sie verwenden müssen, um in Suchmaschinen ein gutes Ranking zu bekommen, benötigen Sie entsprechende Analyse-Tools. Es gibt zwar kostenlose Tools wie Google Analytics oder Google Search Console, aber für andere Tools müssen Sie mitunter weitere kosten einplanen. Zum Beispiel Tools für Suchmaschinenoptimierung wie Xovi, Searchmetrics, SEMrush oder Sistrix. Das SEO-Tool Sistrix zählt mittlerweile zu den meistgenutzten Tools im deutschsprachigen Raum, was Ihnen Analysemöglichkeiten für Suchmaschinenoptimierung und -werbung, aber auch für Social Media liefert. Für derartige Tools können Sie monatlich bis zu 100 € einplanen. Einige Tools bieten auch ein Abo auf Lebenszeit nach einer Einmalzahlung von bis zu 1000 € an. Auf gute Suchmaschinenoptimierung können Sie nicht verzichten, um sich gegenüber Ihrer Konkurrenz zu behaupten. Im Onlinehändler Magazin 03/2019 bringen wir Ihnen außerdem die Konkurrenzanalyse im E-Commerce näher, die Ihnen dabei helfen wird, sich von Ihren Mitbewerbern abzugrenzen.

Alternativ können Sie das Marketing für Ihren Online-Shop auch an Experten abgeben, wie zum Beispiel einer spezialisierten Marketing-Agentur. Damit geben Sie alle Aufgaben rund um das Marketing in professionelle Hände ab. Dazu zählt dann nicht nur das Suchmaschinenmarketing (mit SEO und SEA), sondern zum Beispiel auch Social Media und Influencer Marketing. Wie weit die Agentur dabei gehen kann, zum Beispiel bei der Anzahl der geschalteten Anzeigen oder der Auswahl eines Influencers, hängt von Ihrem Budget ab. Eine Marketing-Agentur berechnet zumeist Stunden- oder Tagessätze: Stundensätze können zwischen 60 € bis 200 € liegen, während einige Agenturen pro Tag zwischen 300 € bis 1.600 € verlangen. Teilweise bieten Ihnen diese auch sogenannte Flatrates mit bestimmten Paketen an, in denen Sie deren Leistungen beispielsweise für bis zu einem Jahr in Anspruch nehmen. Das kann abhängig von der Agentur zwischen 500 € bis 20.000 € monatlich kosten, wobei es sich für Sie immer lohnt, sich ein individuelles Angebot einer Agentur einzuholen.


Shop-Tiefenprüfung

Der eigene Online-Shop - So gelingt der Start

  • Alles rechtens? Rechtstexte für ein sicheres Fundament
  • Cookie-Lösung für Ihre Datensicherheit
  • Weiterbildungsplattform für Ihre E-Commerce-Erfolge

Kundenservice

Ihre Kunden wollen sich gesehen und wertgeschätzt fühlen. Dafür sollten Sie nicht nur ein Kontaktformular anbieten, sondern ein ganzheitliches Unterstützungssystem erschaffen, welches den Kunden mit sämtlichen Anliegen rund um Ihren Online-Shop weiterhelfen kann. Dazu zählt zum Beispiel:

  • Kontaktmöglichkeiten: Per Formular, E-Mail-Adresse, Telefon oder Live-Chat
  • FAQ (Frequently Asked Questions, also Antworten auf häufig gestellte Fragen)
  • Verlinkung von Social Media Kanälen, die weiteren Support ermöglichen

Die damit entstehenden Anfragen sind zum Start Ihres Online-Shops sicherlich noch überschaubar, können aber im Laufe der Zeit durchaus überwältigend werden. Sie haben mehrere Möglichkeiten, damit umzugehen:

  • es selbst übernehmen
  • qualifizierte Mitarbeiter einstellen
  • Kundenservice auslagern

Den Kundenservice in die eigenen Hände zu nehmen, ist nur für den Start in den Online-Handel eine Möglichkeit, da Sie für die Betreuung Ihrer Kunden viel Zeit investieren sollten. Aber mehr Kunden bedeutet, dass Sie mehr Aufkommen im Service haben werden. Mit dem Wachstum Ihres Unternehmens lohnt es sich auch, auf die Expertise anderer Menschen zu vertrauen. Das gelingt Ihnen durch eigene Mitarbeiter, aber auch externe Agenturen. Diese Kosten sind dann abhängig von dem von Ihnen gewählten Leistungspaket, wobei Sie sogar ganzheitliche Social-Media-Strategien erhalten können.

Mit “Kundenservice” wird zumeist nur die Betreuung von Anfragen via Telefon, E-Mail oder Chat verstanden. Für ein ganzheitliches System an Unterstützung ist dies nur ein Teilbereich, den Sie aber ebenso auslagern können. Zur Kalkulation der Kosten für Ihren Online-Shop sind verschiedene Faktoren von Bedeutung: Land, Sprache, Kanal, Qualität, Erreichbarkeit, teilweise auch Arbeitsaufwand. Basierend darauf liegt der Stundensatz zwischen 3 € bis 35 €. Sie werden vermutlich eine Mindestdienstleistungsvereinbarung erhalten, bei der jede weitere Stunde zusätzlich berechnet wird.

Stärken Sie Ihre Kundenbindung durch unsere Vertrauenslösungen

Das Vertrauen der Kunden nachhaltig zu gewinnen ist für Online-Händler zugleich schwierig und wichtig. Unsere Online-Gütesiegel unterstützen Sie, Ihre Seriosität zu belegen und dadurch langfristig mehr Umsatz zu generieren.

Kosten für Ihre rechtliche Absicherung - Gewerbe, Lizenzen & Rechtstexte

Ihr Online-Shop muss auf rechtssicheren Füßen stehen, sodass bis hin zum Kleingedruckten alles fehlerfrei ist. Dies schützt Sie unter anderem vor Abmahnungen, die Ihnen Zeit, Geld und Nerven rauben.

Gewerbeanmeldung

Der erste Schritt für Ihren Online-Shop ist die offizielle Gründung Ihres Unternehmens und somit die Anmeldung eines Gewerbes beziehungsweise die Eintragung im Handelsregister. Je nach der von Ihnen gewählten Rechtsform wenden Sie sich dafür entweder ans Gewerbeamt oder an das für Sie zuständige Amtsgericht. Dafür fallen für Sie ganz unterschiedliche Kosten an.

Die Gebühren zur Anmeldung eines Gewerbes sind bundesweit nicht einheitlich geregelt, sodass jede Stadt ihre Gebühren unterschiedlich erhebt. Die Anmeldegebühren bewegen sich dabei aber durchschnittlich zwischen 10,- bis 65 €. Die Kosten für Ihre Eintragung ins Handelsregister sind dabei auch von verschiedenen Faktoren abhängig, zum Beispiel der Größe Ihres Unternehmens. Während Einzelunternehmer von bis zu 300 € ausgehen können, müssen größere Unternehmen bis zu 700 € einplanen.

Insofern ein polizeiliches Führungszeugnis notwendig ist, fallen dafür weitere Gebühren an. Mit einrechnen müssen Sie außerdem die Notarkosten zur Umsetzung bestimmter Rechtsformen, zum Beispiel einer GmbH oder UG.

Welche Rechtsform ist die richtige für mich?

Die Auswahl der Rechtsform ist ein wichtiger Schritt zur Gründung Ihres Online-Shops. Sie sollten daher zunächst einen Überblick über die möglichen Rechtsformen gewinnen, sowie deren Vor- und Nachteile abwägen, bevor Sie ein Gewerbe anmelden.


Verpackungslizenzen und andere branchenspezifische Lizenzierungen

Als Online-Händler müssen Sie außerdem verschiedene gesetzliche Bestimmungen einhalten. Zum Beispiel das Verpackungsgesetz (VerpackG). Dies richtet sich an alle Online-Händler, die Verpackungen verwenden und dadurch Abfall produzieren. Mit der Lizenzierung von Verpackungen beteiligen Sie sich an Entsorgungssystemen, indem Sie den beim Endkunden anfallenden Abfall lizenzieren. Die Höhe der Gebühr richtet sich dabei nach Art und Menge des Verpackungsmaterials und unterscheidet sich von Anbieter zu Anbieter. Die Kosten für eine Verpackungslizenz liegt aber bei bis zu circa 100 € im Jahr.

Zusätzlich müssen Sie andere branchenspezifische Lizenzierungen vornehmen und Regelungen einhalten, diese gelten unter anderem für:


Spezifische Regelungen zum Verkauf von Elektronik sind außerdem mit dem Elektrogesetz (ElektroG) festgehalten, wozu beispielsweise auch eine Registrierungspflicht bei einem Hersteller zählt. Die Einhaltung dieser Regelungen sollte für Sie oberste Priorität haben, um teure Abmahnungen zu verhindern.

Professionelle Rechtsberatung vom Anwalt

Guter Rat ist teuer? Nicht bei uns. Unsere auf E-Commerce-Recht spezialisierten Anwälte stehen Ihnen bei rechtlichen Fragen gern zur Seite.

Rechtstexte und Consent Manager

Als Online-Händler sind Sie laut Telemediengesetz (TMG) dazu verpflichtet, den Nutzern Ihres Online-Shops bestimmte Informationen zur Verfügung zu stellen. Dazu zählen Informationen über den presserechtlich Verantwortlichen, die Verwendung von personenbezogenen Daten, Zahlungs- und Versandbedingungen oder auch das Recht der Kunden auf Widerruf. Diese Informationen stellen Sie Ihren Kunden am besten über Rechtstexte zur Verfügung. Auf diese Rechtstexte sollten Sie dabei unter anderem nicht verzichten:


Darüber hinaus benötigen Sie einen Hinweis über die Verwendung von Cookies. Es handelt sich dabei um kleine Textdateien, die von einer Website auf dem Computer des Nutzers gespeichert werden. Dies ermöglicht Ihrem Kunden eine reibungslose Nutzung Ihres Online-Shops, wofür Sie allerdings eine aktive Einwilligung einholen müssen. Im Rahmen der Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) ist vorgesehen, dass Sie sich diese Bestätigung mit einem Consent Banner einholen müssen.

DSGVO-konforme Cookie-Banner-Lösung

Am besten gelingt Ihnen dies über Banner, die Ihnen beim Händlerbund mit Hilfe des Cookie-Consent-Tool zur Verfügung gestellt werden können.


Die professionelle Erstellung von Rechtstexten, die individuell auf Ihren Online-Shop zugeschnitten sind, investieren Sie bei anderen Kanzleien ein kleines Vermögen. Wir erstellen Ihnen individuell alle notwendigen Rechtstexte bereits ab 8,90 € pro Monat nicht nur für Ihren Online-Shop, sondern auch für andere Verkaufsplattformen. Während Sie bei anderen Kanzleien die Anpassungen zu Ihren Rechtstexten, zum Beispiel durch Änderung Ihres Online-Shops oder der Gesetzeslage, immer extra bezahlen, ist dieser Service bei uns bereits in Ihrer Mitgliedschaft enthalten. Außerdem übernehmen wir die Haftung für die von uns erstellten Rechtstexte.


Rechtlicher Beistand und anwaltliche Prüfung Ihres Shops

Über die Rechtstexte hinaus ist grundsätzlich ein rechtlicher Beistand empfehlenswert, der Ihnen zu jeder Zeit mit Rat und Tat zur Seite steht. Anwaltskosten unterscheiden sich dabei von Kanzlei zu Kanzlei, wobei die Kosten für einen Anwalt auch vom Arbeitsaufwand abhängen. Üblicherweise vereinbaren Anwälte mit Ihren Mandanten dabei einen Stundensatz, der sich zwischen 100 € bis 1000 € bewegen kann. Durchschnittlich können Sie dabei von 300 € pro Stunde ausgehen. Spezialisierte Anwälte verlangen aufgrund der Expertise dabei oft ein höheres Honorar.


Guter Rat ist teuer? Nicht bei uns!

Da Fehler oder Halbwahrheiten schnell zu Abmahnungen führen können, sollten Sie sich in Rechtsfragen nicht auf das Internet verlassen. Als Händlerbund bieten wir eine professionelle Rechtsberatung von im E-Commerce erfahrenen Anwälten.


Wir empfehlen Ihnen außerdem, Ihren Online-Shop rechtlich prüfen zu lassen. Mit einer Shop-Tiefenprüfung stellen unsere erfahrenen Anwälte sicher, dass Ihr Online-Shop gegen die klassischen Abmahnthemen gefeit ist. Nach einer bestandenen Prüfung können Sie Ihren Online-Shop außerdem mit dem Käufersiegel zertifizieren lassen, was für Ihre zukünftigen Kunden ein vertrauenswürdiges Zeichen sein wird.

Kosten rund um Ihre Ware - Produkte, Zölle und Lagerung

Dass ein guter Online-Shop ohne Ware nichts taugt, ist richtig, aber Sie müssen rund um Ihr Produkt noch weitere Kostenfaktoren bedenken. Die Kosten für Ihren Online-Shop erweitern sich neben dem Preis für Ihre Produkte um Kosten für Lieferung, Zölle oder auch Lagerung.

Sourcing, Warenwirtschaftssystem und Zölle

Mit einer Sourcing-Strategie verfolgen Sie das Ziel, Ihren Online-Shop effizient und kostengünstig mit den erforderlichen Produkten auszustatten. Man spricht hierbei auch von einer Beschaffungsstrategie, die sich in verschiedene Kategorien unterscheiden lässt, zum Beispiel Global oder Local Sourcing. Also die weltweite oder lokale Beschaffung der Produkte. Danach wählen Sie auch Ihre Lieferanten aus, wobei je nach Produktart und -menge ganz unterschiedliche Kosten auf Sie zukommen können.

Dies funktioniert in der Regel in Verbindung mit einem Warenwirtschaftssystem. Dies ist ein spezialisiertes Software, um Warenbestände und Bewegungsdaten zu erfassen und zu verarbeiten. Für die Steuerung Ihres Warenflusses können abhängig von der Größe Ihres Unternehmens ganz unterschiedliche Kosten mit Ihrem Online-Shop auf Sie zukommen. Während Ihnen einige Anbieter Mietmodelle von bis zu 30 € monatlich anbieten, sind auch Einmalzahlungen von bis zu 1000 € möglich.

Wenn Sie Ihre Waren aus dem Ausland beziehen, müssen Sie darüber hinaus Kosten für den Zoll bedenken. Für Lieferungen aus dem EU-Ausland müssen Sie eine Einfuhrumsatzsteuer von 19% bezahlen.


Lagerkosten und -ausstattung, Verpackungsmaterial und Versanddienstleister

Mit der Gründung Ihres Online-Shops haben Sie bei kleineren Produkten die Möglichkeit, diese zunächst zu Hause oder in der Garage zu lagern, wofür Ihnen abgesehen von Ihren gewöhnlichen Fixkosten keine weiteren Kosten entstehen. Aber wenn Ihr Shop wächst, benötigen Sie irgendwann ein professionelles Lager. Die Kosten für das Lager und dessen Ausstattung müssen Sie dann ebenfalls einplanen. Unter die Ausstattung des Lagers fallen zum Beispiel:

  • Förder- und Hilfsmittel (z. B. Bänder oder Stapler)
  • Etikettendrucker
  • Füllmaterialien
  • Packband
  • Kartonagen

Zu den Kosten Ihres Lagers zählen dabei nicht nur der Raum, sondern auch Energiekosten, wie Strom oder Wasser, sowie Instandhaltungs- oder Reinigungskosten. Die Kosten für Ihr Lager variieren also je nach Größe und Ausstattung. Wichtig ist eine gute Kalkulation, um unnötige Kosten zu vermeiden, wie zum Beispiel mit einem effektiven Warenwirtschaftssystem.

Hinzu kommen Kosten für die von Ihnen ausgewählten Versanddienstleister, wie DHL oder Hermes. Diese können Sie zunächst nach verschiedenen Kriterien auswählen, zum Beispiel:

  • nationaler oder internationaler Versand
  • Versandprodukte (Brief, Päckchen oder Paket?)
  • Lieferzeiten
  • Zustelltage
  • Haftungs- und Versicherungsbedingungen

Abhängig von den Anforderungen zum Versand Ihrer Produkte, sowie von Größe, Anzahl und Gewicht der Pakete variieren die Kosten. Dabei wird zumeist eine jährliche Versandmenge vereinbart, nachdem sich der Preis pro Paket staffelt. Gegen einen weiteren Aufpreis werden die Sendungen bei Ihnen sogar abgeholt.


PIM und Produktfotografie

Mit Product Information Management (PIM), also dem Management von Produktinformationen, sorgen Sie dafür, dass alle benötigten Produktinformationen den Weg zu Ihren Kunden finden. Zu dieser Disziplin zählt die Erfassung, Pflege und Aufbereitung von Produktdaten, wie dann in verschiedenen Kanälen bereitgestellt werden. Mit diesem System wird für Sie der Aufwand für Datenpflege und -erfassung möglichst gering gehalten. Die Preise für eine solche Software sind wiederum von verschiedenen Faktoren abhängig, zum Beispiel Anzahl der Artikel und Kanäle. Die monatlichen Kosten für Ihren Online-Shop reichen dabei von circa 150 € bis hin zu 10.000 €.

Was Ihre Kunden neben Informationen zu Ihrem Produkt noch benötigen, sind natürlich Fotografien Ihrer Produkte. Möglicherweise können Sie die Fotos vom Hersteller verwenden, sodass für Sie keine weiteren Kosten anfallen. Da aber auch Bilder urheberrechtlich geschützt sind, müssen Sie sich für die Verwendung der Fotos eine Genehmigung einholen. Ansonsten ist das Erstellen von Produktfotografien ist ein weiterer Kostenpunkt für Ihren Online-Shop. Denn hochwertige Fotos Ihrer Produkte beeinflussen die Reaktion Ihrer Zielgruppe, die Sie damit zu Kunden machen wollen. Fotografen berechnen dabei oft pro Foto, was sich zwischen 7 € bis 70 € pro Bild bewegt. Allerdings gibt es auch weitere Preismodelle, wie zum Beispiel pro Arbeitsstunde oder pro Produkt, die Sie mit einem Fotografen individuell vereinbaren können.


Unser Tipp

Sie können aber auch von unseren Partnerangeboten zur Produktfotografie profitieren. Sie wollen Ihre Produkte aber lieber selbst fotografieren? Kein Problem, im Onlinehändler Magazin 12/2017 erklären wir Ihnen, wie Sie Produktfotos für Ihren Online-Shop erstellen können. Oder Sie nehmen an unserem Workshop für Produktfotografie teil, um Ihr Produkte zukünftig perfekt in Szene zu setzen.


Versicherungen

Für Sie als Online-Händler sind auch Versicherungen interessant, die Sie bei Verstößen oder aufkommenden Problemen finanziell schützen können. Dazu zählen zum Beispiel:

  • Inhaltsversicherung:
    Ein Schutz Ihres Lagers und dessen Inhalt gegen Schäden, zum Beispiel bei Feuer oder Naturgewalten.
  • Betriebshaftpflichtversicherung:
    Ein Schutz für Sie und Ihren Online-Shop gegenüber berechtigten Forderungen Dritter.
  • Rechtsschutzversicherung:
    Diese hilft Ihnen, sich bei allen rechtlichen Belangen abzusichern und steht Ihnen bei, wenn Sie Ihre Rechte mit Hilfe eines Anwalts durchsetzen möchten.

Bei der Inhaltsversicherung beispielsweise hängen die Kosten mit der Versicherungssumme, der Art Ihres Gewerbes und der Größe Ihres Unternehmens zusammen. Durchschnittlich können Sie aber von 200 € bis 400 € pro Jahr ausgehen.


Kosten rund um Ihre Finanzen - Buchhaltung und Steuern

Genauso, wie Sie sich jetzt mit den Kosten für Ihren Online-Shop beschäftigen, müssen Sie dies auch später mit allen Zahlen rund um Ihr Unternehmen tun. Wesentlich ist für Sie dabei die Buchhaltung, die sich mit allen Vorgängen rund um das Vermögen Ihres Unternehmens beschäftigt. Dazu zählt auch eine strukturierte Buchführung, also die Aufzeichnung aller Geschäftsvorgänge durch Belege. Im Onlinehändler Magazin 12/2016 bringen wir Ihnen alles näher, was Sie als Online-Händler über Buchhaltung wissen müssen. Dies wird Ihnen dabei helfen, den Überblick über das Vermögen und die Liquidität Ihres Unternehmens zu behalten.

Diesen wichtigen Bereich in Ihrem Unternehmen können Sie Experten anvertrauen, die sich damit bereits bestens auskennen. Die Kosten für eine professionelle Buchhaltung lassen sich pauschal nur begrenzt beziffern, da diese auch immer mit dem Arbeitsaufwand zusammenhängen. Bei den Kosten für eine externe Buchhaltung können Sie aber von bis zu circa 100 € im Monat ausgehen.

Die Möglichkeiten eines Buchhalters sind begrenzt. Die Buchhaltung einrichten oder einen Jahresabschluss erstellen ist Steuerberatern vorbehalten, die mitunter aber auch die Buchhaltung Ihres Unternehmens übernehmen können. Dafür kommen andere Kosten auf Sie zu. Diese sind aber in der Steuerberatervergütungsverordnung (StBVV) geregelt. Die genaue Gebühr richtet sich dabei nach dem Jahresumsatz Ihres Unternehmens. Aber als Mitglied des Händlerbunds profitieren Sie von zahlreichen Angeboten für unsere Partner in Sachen Steuerberatung.

Finanzielle Unterstützung für Online-Händler

Wussten Sie, dass Sie als Online-Händler Zuschüsse beantragen können? Verschiedene Förderungen oder Kredite helfen Ihnen bei der Gründung Ihres Online-Shops.

Die Kosten für Ihr Team - das müssen Sie für Mitarbeiter bedenken

Sie können versuchen, alles alleine zu machen - über Versand, Retouren oder Kundenservice. Während Sie dies am Anfang vielleicht noch alleine bewältigen können, werden Sie schnell merken, dass Sie mit wachsendem Aufkommen alle Hände voll zu tun haben.

Während sich für kurzfristige Aufgaben Freelancer, also freie Mitarbeiter, lohnen, sind langfristig festangestellte Mitarbeiter eine echte Investition, in vielerlei Hinsicht. Denn diese bereichern Ihr Team durch mehr Know-how, fördern das Wachstum des Unternehmens, gehen für Sie aber auch mit Kosten einher.

Für Ihre Mitarbeiter zahlen Sie nicht nur das Arbeitsentgelt, es kommen auch noch weitere Kostenpunkte auf Sie zu. In Summe spricht man dann dabei von dem sogenannten Arbeitgeberbrutto. Darunter fallen für Sie zum Beispiel folgende Kosten:

  • Bruttolohn oder Bruttogehalt
  • Sozialabgaben (Ihr Arbeitgeberanteil)
  • Gesetzliche Unfallversicherung
  • Umlagen (für Mutterschaft oder Krankheitsfälle)

Die gesetzliche Unfallversicherung hängt mit der Berufsgenossenschaft zusammen, bei der Sie sich unmittelbar nach der Gründung Ihres Unternehmens anmelden müssen. Diese sind Träger der gesetzlichen Unfallversicherung und damit für die gesundheitlichen Aspekte Ihres Unternehmens zuständig. Mit Ihrer Hauptbranche melden Sie sich bei der Berufsgenossenschaft an. Wenn Sie sich nicht ganz sicher sind, welche Genossenschaft für Sie zuständig ist, können Sie sich bei der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung (DGUV) informieren.

In Summe betragen die gesetzlich vorgeschriebenen Lohnnebenkosten für Sie als Arbeitgeber etwa 20% des Bruttogehalts. Ein Mitarbeiter mit einem Bruttoentgelt von 2.500 € kostet Sie in Summe also circa 3000 € monatlich. Bei Minijobbern sparen Sie sich zwar die Sozialabgaben, müssen aber pauschale Abgaben an die Minijob-Zentrale zahlen.


Unser Tipp

Aber bei den Themen rund um das Arbeitsrecht für Arbeitgeber können Sie sich auf uns verlassen, denn von der Bewerbung bis zur Kündigung begleiten Sie unsere erfahrenen Anwälte.

Zum Arbeitsrecht

Einmalige und monatliche Kosten für Ihren Online-Shop

Die Kosten für Ihren Online-Shop sind vielfältig, aber einige von ihnen sind nur einmalige Investitionen, während andere Kosten monatlich oder zumindest in einer gewissen Regelmäßigkeit auf Sie zukommen.

Einmalige Kosten für Ihren Online-Shop sind zum Beispiel die Anmeldung Ihres Gewerbes oder die Eintragung ins Handelsregister. Aber monatliche Kosten für Ihren Online-Shop könnten unter anderem sein:

  • Shopsoftware
  • Budget für Agenturen
  • ausgelagerter Kundenservice
  • Versanddienstleister und Lagerkosten
  • Verpackungskosten
  • Lizenzgebühren (meist jährlich)
  • Versicherungen
  • Analyse-Tools
  • externe Buchhaltung
  • Gebühren für PIM-System oder WAWI

Es gibt aber auch Kosten, die zwar nicht monatlich, aber doch immer mal wieder zu entrichten sind. Dies gilt zum Beispiel für Rechtstexte, die durch gesetzliche Anpassungen aktualisiert werden müssen. Bei rechtlichen Fragen können zusätzlich Kosten für eine Rechtsberatung hinzukommen. Wenn Sie ihren Shop nicht von erfahrenen Juristen auf rechtliche Stolpersteine prüfen lassen, sollten Sei zudem ein Budget für Abmahngebühren einplanen. Diese liegen je nach Verstoß im niedrigen bis mittleren dreistelligen Bereich und können in Einzelfällen auch hohe vierstellige Beträge erfordern. Im Fall einer Abmahnung benötigen Sie meist auch einen professionellen Rechtsbeistand, um zu prüfen, ob die Abmahnung berechtigt ist und ggf. die geforderten Beträge einzuschätzen und zukünftige Vertragsstrafen zu vermeiden.


Unser Tipp

Haben Sie schon gesehen, dass Sie mit einer Unlimited Mitgliedschaft beim Händlerbund von einem Rundum-Schutz profitieren? Die Erstellung von Rechtstexten, professionelle Beratung, eine Shop-Tiefenprüfung oder auch eine Vertretung im Abmahnfall sind nur ein paar der Services, auf die Sie sich dann verlassen können.

Zur Unlimited-Mitgliedschaft

Wenn Sie Produktfotos nicht vom Hersteller übernehmen können oder Sie selbst Hersteller sind, können professionelle Produktfotografien zu einem wiederkehrenden Kostenfaktor werden. Denn jedes neue Produkt in Ihrem Online-Shop benötigt ein neues Foto, was weitere Kosten bedeutet.

Sie sehen also, die Kosten für Ihren Online-Shop können stark schwanken und sind von vielen Faktoren abhängig: Art des Shops, Art und Menge Ihres Produkts, das Auslagern an Agenturen, Zahlungssysteme oder die Beschäftigung von Mitarbeitern. Den Kosten für Ihren Online-Shop sind dabei nach oben hin keine Grenzen gesetzt. Denn mit dem Wachstum Ihres Unternehmens, der Erweiterung Ihres Portfolios und Ihrer Liefergebiete muss Ihr Online-Shop nicht nur größeren Anforderungen gewachsen sein, sondern rechtlich immer wieder angepasst werden.

Fazit:

Mit einer Kalkulation der Kosten für Ihren Online-Shop wird es Ihnen am besten gelingen, einen Überblick über anfallende Kostenfaktoren zu erhalten. Eine gute Buchhaltung wird Ihnen dabei helfen, Einnahmen und Ausgaben Ihres Unternehmens im Blick zu behalten. So gewinnen Sie zum Beispiel Kapazität, um Ihr eigenes Team aufzubauen, Ihren Online-Handel international auszuweiten oder andere Ziele für Ihren Online-Shop umzusetzen.

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