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Checkliste für Online-Shops
Schritt für Schritt zum Online-Händler

Sie haben eine Idee für einen Online-Shop? Sehr gut, der Anfang ist gemacht. Der Weg von der Idee bis zur rechtssicheren Umsetzung Ihres eigenen Online-Shops ist nicht so weit wie Sie vielleicht denken. Ihren Online-Shop sollten Sie dabei allerdings nicht kopflos eröffnen, sondern mit Wissen und Planung Schritt für Schritt die Gründung und den Aufbau vornehmen.

Aber was müssen Sie beachten, wenn Sie Ihren eigenen Online-Shop eröffnen möchten? Mit unserer Checkliste für den Start in den Online-Handel gehen wir mit Ihnen gemeinsam die wichtigsten Voraussetzungen und Stationen zur Gründung Ihres Shops durch.

So wählen Sie für sich nicht nur die passende Rechtsform und beachten alle gesetzlichen Bestimmungen, sondern kreieren ein besonderes Shopping-Erlebnis für Ihre Kunden, die Ihnen dann auch zukünftig ihr Vertrauen schenken.

Folgen Sie jetzt Schritt für Schritt den Punkten unserer Checkliste zur Eröffnung Ihres Online-Shops.

Checkliste Start in den Online-Handel

CHECKLISTE:
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1. Die Rechtsform - Welche ist die beste für Ihr Online-Business?

Eine Voraussetzung zur Eröffnung Ihres Online-Shops ist die Anmeldung eines Gewerbes. Bevor Sie diesen Schritt aber gehen können, müssen Sie sich überlegen, welche Rechtsform für Sie als Online-Händler infrage kommt.

Als Betreiber eines Online-Shops kommen für Sie zum Beispiel folgende Rechtsformen in Frage:

  • Einzelunternehmen
  • Eingetragener Kaufmann
  • GbR (Gesellschaft bürgerlichen Rechts)
  • OHG (offene Handelsgesellschaft)
  • KG (Kommanditgesellschaft)
  • GmbH (Gesellschaft mit beschränkter Haftung)
  • UG (haftungsbeschränkt) (Unternehmergesellschaft)
  • GmbH & Co. KG (Gesellschaft mit beschränkter Haftung & Compagnie Kommanditgesellschaft)
  • AG (Aktiengesellschaft)

Die beliebtesten Rechtsformen für einen einfachen Start in Ihr E-Commerce-Business sind dabei Einzelunternehmen und die GbR, die sich insbesondere in der Anzahl der Personen unterscheiden. Als Einzelunternehmer starten Sie ohne Mindestkapital mit niedrigen Gründungskosten und profitieren zum Beispiel von einer einfachen Buchführung. Allerdings tragen Sie natürlich auch die volle Verantwortung und Sie sind mit Ihrem Privatvermögen haftbar. Das gilt auch bei einer GbR. Anders ist dies zum Beispiel bei einer GmbH als Kapitalgesellschaft, bei der Sie durch eine Haftungsbeschränkung Ihr Privatvermögen schützen können.

Nachdem Sie sich für eine Rechtsform entschieden haben, ist Ihrerseits abzuwägen, ob Sie mit Ihrem Online-Shop im Haupt- oder Nebengewerbe starten möchten. Im Onlinehändler Magazin 10/2017 beleuchten wir, wie Sie auch im Nebengewerbe ein erfolgreiches Online-Business aufbauen können.

Zur Gründung eines Einzelunternehmens oder GbR wenden Sie sich ans örtliche Gewerbeamt, wo Sie nach ein wenig Papierarbeit Ihr Gewerbe anmelden können. Diese leiten die Daten an das Finanzamt weiter, welches Ihnen eine Steuernummer zuteilt.

Im Zuge der Gründung sollten Sie außerdem die Verfügbarkeit des von Ihnen gewünschten Shop- bzw. Markennamens überprüfen und gegebenenfalls eine Anmeldung der Marke vornehmen. Denn es wäre kein guter Start Ihres Shops direkt mit einer Markenrechtsverletzung anzufangen.

Steuern nicht vergessen

Haben Sie sich auf Ihrer Checkliste für Ihren Online-Shop bereits die Auseinandersetzung mit Steuern, Steuererklärung & Co. vermerkt?

2. Rechtstexte - Das Fundament für einen sicheren Online-Handel

Auf das Kleingedruckte kommt es an. Für Ihren Online-Shop besteht eine Informationspflicht, wobei Sie diese Informationen Ihren Nutzern am besten über zusammengefasste Rechtstexte zur Verfügung stellen. Auf einen Blick findet Ihr Online-Shopper damit Informationen über den presserechtlich Verantwortlichen, die Verwendung seiner personenbezogenen Daten, die Bedingungen für Zahlung und Versand sowie seine Rechte auf Widerspruch und Widerruf.

Ihre Informationspflichten sollten Sie nicht missachten, sonst flattert Ihnen zur Gründung Ihres Online-Shops direkt die erste Abmahnung in den Briefkasten. Diese raubt Ihnen nicht nur Zeit und Nerven, sondern auch Geld. Mit den dazugehörigen Vertragsstrafen wäre dies für Sie kein guter Start in Ihr E-Commerce-Business.

Zu Ihrem eigenen Schutz sollten Sie auf das Kopieren von Rechtstexten oder der Verwendung von Mustern verzichten. Rechtstexte sind urheberrechtlich geschützt und Muster nicht auf Ihren Online-Shop zugeschnitten. Seien Sie also von Anfang an auch im Kleingedruckten rechtlich sicher mit den von unseren Fachanwälten individuell erstellten Rechtstexten.

Rechtstexte unkompliziert erstellen

Wussten Sie schon, dass unsere Experten Ihnen auch über unkomplizierte Generatoren Rechtstexte zur Verfügung stellen können? In ein Formular geben Sie ohne großen Aufwand alle Informationen ein und wir erledigen den Rest, damit Sie sicher handeln können.

3. Branchenspezifische Gesetze - Welche Bestimmungen gelten für Ihre Produkte?

Vor der Gründung Ihres Online-Shops sollten Sie sich informieren, welche spezifischen gesetzlichen Bestimmungen es für die Produkte gibt, die Sie verkaufen wollen. Was Sie dabei beachten müssen, ist außerdem wesentlich abhängig von der Branche, in der Sie tätig sein wollen.

Zunächst die allgemeinen Richtlinien:
Neben Ihren Informationspflichten (Impressum, Datenschutzerklärung, AGB für Online-Shops) ist eine weitere gesetzliche Bestimmung zum Beispiel das Verpackungsgesetz (VerpackG). Dies richtet sich an alle Hersteller und Online-Händler, die Verpackungen verwenden und dadurch auch Abfall verursachen.

Für Sie als Online-Händler gehen damit auch verschiedene Pflichten einher, unter anderem die Lizenzierung von Verpackungen. Versenden Sie ein Paket, wird der Abfall beim Endkunden in dualen Systemen gesammelt und einer Verwertung zugeführt. Sie müssen sich als Online-Händler, der diesen Abfall produziert hat, an diesen Systemen beteiligen und Ihre Verpackungsmengen dort lizenzieren. Die Kosten der Lizenzierung tragen dann die entstandenen Kosten der Abfallentsorgung. Über den Händlerbund profitieren Sie durch unsere Partnerangebote von lukrativen Angeboten zu den Lizenzierungen.

Nun zu den speziellen Bestimmungen:
Branchenspezifische Regelungen gelten u. a. für:


Beispiel: Elektorartikel

Wollen Sie zum Beispiel Elektroartikel verkaufen, müssen Sie außerdem Bestimmungen über das Inverkehrbringen, die Verwertung und Entsorgung von Elektronikgeräten beachten. Diese sind im Elektrogesetz (ElektroG) festgehalten. Dazu zählt zum Beispiel eine Registrierungspflicht bei einem Hersteller. Fehlt diese, gelten Sie als Hersteller dieser Produkte und können für die fehlende Registrierung belangt werden. Eine Neuerung des Gesetzes dehnt zudem Ihre Informations- und Rücknahmepflicht aus. Werfen Sie am besten einen Blick auf unsere Checkliste für den Verkauf von Elektro- und Elektronikprodukten.

Insbesondere ein Online-Shop zum Vertrieb von Lebensmitteln ist an einige weitere Bedingungen geknüpft, die Sie unbedingt einhalten sollten, um Abmahnungen zu vermeiden. Dazu zählen unter anderen:

  • Lebensmittel- und Futtermittelgesetzbuch (LFGB)
    Dieses Gesetz enthält zum Beispiel Gebote zum Schutz der Gesundheit Ihres Kunden und den Schutz vor dessen Täuschung.
  • EU-Basis-Verordnung (Verordnung (EG) Nr. 178/2002)
    Diese Verordnung regelt, dass alle Stufen der Lebensmittelkette rückverfolgbar sind.
  • Europäisches Hygienerecht
    In dieser Verordnung wird geregelt, dass jeder Online-Händler im Umgang mit Lebensmitteln ein Hygienemanagement einrichten muss.
Jugendgefährdende Artikel

Auch das Jugendschutzgesetz (JuSchG), ist eine rechtliche Vorgabe, die Sie in Ihrem Online-Shop beachten müssen. Bestimmte Produktkategorien, zum Beispiel Bildträger, Tabakwaren oder Alkohol, unterliegen dabei speziellen Bestimmungen. Eventuell benötigen Sie auch einen Jugendschutzbeauftragten.

Informieren Sie sich daher bevor Sie ein Produkt verkaufen über die spezifischen gesetzlichen Regelungen, die in der jeweiligen Branche gelten. Denn auch im E-Commerce gilt: Unwissenheit schützt vor Strafe nicht! Kein Abmahner wird seine Forderung zurückziehen, nur weil Sie noch neu im Online-Handel sind.

4. Kostenplan - Diese Kosten kommen mit einem Online-Shop auf Sie zu

Um die Kosten zur Gründung eines Online-Shops zu überblicken, ist es empfehlenswert, einen Finanzplan und eine Kostenkalkulation aufzustellen. Denn mit Ihrem neuen Online-Shop kommen einige Kostenpunkte auf Sie zu, unter anderem:

  • Gewerbeanmeldung
  • Aufbau eines Online-Shops
  • Marketing-Kosten (für zum Beispiel SEO-konformen Content; SEA-Kampagnen etc.)
  • Einkaufskosten für die Waren
  • Steuern (Gewerbesteuer, Umsatzsteuer) und gegebenenfalls Kosten für Ihren Steuerberater
  • Buchhaltung
  • Operative Kosten (zum Beispiel Hosting, Logistik, Lager, Darstellung des Produkts mit zum Beispiel Fotografen und Models)
  • Kosten für Mitarbeiter oder Freelancer

Denn während Sie zur Gründung des Online-Shops und zur Anmeldung des Gewerbes nicht zwingend ein Startkapital benötigen, sollten Sie dennoch zum erfolgreichen Betreiben Ihres Online-Shops gewisse Kostenpunkte einplanen. Beginnend beim Einkauf bzw. der Produktion Ihrer Produkte bis hin zur Buchhaltung, ohne die Ihr Unternehmen nicht funktionieren wird.

Buchhaltung nicht vergessen

Aber warum ist Buchhaltung unverzichtbar? Die Buchhaltung beschäftigt sich mit allen Vorgängen, die sich auf das Vermögen des Unternehmens beziehen. Dies geht mit einer strukturierten Buchführung einher, einer Aufzeichnung von allen Geschäftsvorgängen fundiert mit Belegen. Damit wird also genau aufgezeigt, wie es um das Vermögen und die Liquidität Ihres Unternehmens steht, gibt also Auskunft darüber, wie erfolgreich Sie bisher gewirtschaftet haben und welchen Weg Sie mit Ihrem Online-Handel noch gehen können. Warum Sie mit einer guten Buchhaltung auch optimieren können, zeigt Ihnen das Onlinehändler Magazin 12/2016.

Man unterscheidet zusätzlich in einfacher Einnahmen-Überschuss-Rechnung und doppelter Buchführung, wobei letztere beim Überschreiten einer gewissen Einkommensgrenze zum Tragen kommt. Gesellschaften mit bestimmten Rechtsformen sind aber automatisch Buchführungspflichtig, zum Beispiel OHG und GmbH.

Wollen Sie international handeln?
Beim grenzüberschreitenden Handeln, müssen Sie die sogenannte Lieferschwelle beachten, die bei Auslandsverkäufen innerhalb der EU gelten. Hierbei wird in jedem europäischen Land ein Grenzwert festgelegt, bei dessen Erreichen für Sie steuerliche Aufgaben anfallen. Sobald Ihre Verkäufe im EU-Ausland die Grenze von 10.000,-€ überschreiten, müssen Sie in jedem Land, in dem Sie verkaufen, Umsatzsteuer abführen. Taxdoo hilft Ihnen aber dabei, diese Prozesse für Sie einfach zu halten.


Unser Tipp

Zur Eröffnung Ihres Online-Shops können Sie von Zuschüssen für Online-Händler profitieren. Ihnen stehen dabei verschiedene Gründerkredite zur Verfügung, wie zum Beispiel Bankkredite oder Förderprodukte der KfW, Kreditanstalt für Wiederaufbau. Auch Crowdfunding ist eine Möglichkeit, Ihre E-Commerce-Idee in die Realität umzusetzen

5. Shopsysteme - Das technische Gerüst Ihres E-Commerce Business

Aus den vielen Shopsystemen das richtige für Ihren Online-Shop zu finden, ist keine leichte Entscheidung. Da ein nachträglicher Wechsel des Systems schwierig umsetzbar ist, sollten Sie hinsichtlich Ihres Shopsystems eine gute Wahl treffen.

Die einfachste Lösung sind sogenannte Baukasten-Systeme. Ohne jegliche Kenntnisse über Programmierung können Sie hier einzelne Seiten in Ihrem Online-Shop mit Hilfe von verschiedenen vorgefertigten Modulen zusammenstellen. Bekannte Systeme sind:

  • Jimdo
  • Strato
  • Wix
  • Ionos
  • Shopify

Bei diesen Anbietern erhalten Sie auch sogenannte SaaS-Lösungen, Software-as-a-Service. Dabei handelt es sich um einfache Lösungen, die ebenfalls eine Zusammenstellung mit Editoren im Baukasten-Prinzip ermöglichen. Die bekannteste Version für einen Online-Shop ist dabei Shopify. Das Betreiben von Online-Shops auf eigenen Servern kann für Sie ebenfalls eine Option sein, wenn Sie über das entsprechende Know-how verfügen. Mit einer guten Open Source Lösung fallen dabei auch nur geringe Serverkosten an.

Sie können sich den Arbeitsalltag auch erleichtern, wenn Sie die Erstellung des Online-Shops in fachmännische Hände abgeben. Das erhöht zu Beginn der Gründung zwar den Kosteneinsatz, kann sich aber später bezahlt machen, zum Beispiel durch die ansprechende Gestaltung und technisch einwandfreie Umsetzung.

Wir helfen Ihnen auch gerne bei der Auswahl!
Für Sie haben wir die sechs populärsten Shopsysteme gegenübergestellt und miteinander verglichen. Durch den kostnefreien Shopsystemvergleich des Händlerbunds können Sie ganz unkompliziert herausfinden, welches System zu Ihren Bedürfnissen passt.

Zum Shopsystem Vergleich
Shopsystemvergleich

6. Schutz vor Abmahnungen - Wie Sie teure Post vom Anwalt vermeiden

Der Schutz vor Abmahnungen gehört auf jeden Fall auf Ihre Checkliste für Ihren Online-Shop. Denn leider gehören Abmahnungen zum E-Commerce, wie Kamelle zu Karneval. Viele Online-Händler bekommen, wegen Rechtsverstößen, unangenehme Post von Abmahnern, wie unsere Abmahnstudien immer wieder zeigen. (Infografik zur Abmahnstudie 2022) Abmahnungen kosten nicht nur Geld, sondern auch Zeit und Nerven.

Die Missachtung von Informationspflichten oder Verstöße gegen das Wettbewerbs-, Urheber- und Markenrecht, können weitreichende juristische Konsequenzen nach sich ziehen. Damit Sie also von potenziellen Kunden gefunden werden und nicht von Abmahnern, sollten Sie von Anfang an, mögliche Abmahngefahren umgehen.

Abmahnungen - Händlerbund Studie

Besonder häufig abgemahnt werden:


Unser Tipp

Mit unserer Shop-Tiefenprüfung sind Abmahner eine Sorge weniger für Sie. Unsere erfahrenen Juristen überprüfen Ihren Online-Shop auf rechtliche Schwachstellen und decken potenzielle Abmahngefahren auf. Dabei halten sie Ihren Online-Shop auf dem aktuellsten Stand der Gesetzgebung. Nach einer bestandenen Prüfung profitiert Ihr Online-Shop von unserem Käufersiegel.

Shop prüfen lassen

7. Zahlungsoptionen - Der Weg ins Portemonnaie des Kunden

Bei der Eröffnung Ihres Online-Shops ist es wichtig zu bedenken, welche Zahlungsarten Sie Ihren Kunden anbieten möchten. Dabei müssen Sie nicht nur die Vorlieben potenzieller Kundenkreise bedenken, sondern auch deren Sicherheitsbedürfnisse mit Ihren als Online-Händler in Einklang bringen.

Typische Zahlungsoptionen, die Sie für Ihren Online-Shop in Betracht ziehen sollten:

  • Kauf auf Rechnung
  • PayPal
  • Kreditkarte
  • Vorkasse
  • Sofortüberweisungen
  • Lastschrift

Immer beliebter werden neben Paypal auch andere Online-Bezahldienste wie Amazon Pay, Apple Pay oder Klarna. Jede Zahlungsoption verfügt über ihre ganz eigenen Vorteile und Nachteile. Ihre Kunden werden versuchen, auf die bevorzugte Zahlungsvariante zurückzugreifen, auf die sie sich verlassen können. Um später Warenkorbabbrüche zu vermeiden und sich damit bares Geld durch die Lappen gehen zu lassen, sollten Sie von Anfang an auf die richtigen Zahlungsoptionen setzen.

Mehr Vertrauen durch das Käufersiegel

Wussten Sie schon, dass wir Ihren Shop mit einem Käufersiegel auszeichnen können, wenn Sie mindestens eine unserer zertifizierten Zahlungsanbieter oder Zahlungsarten in Ihrem Online-Shop zur Verfügung stellen? Für potenzielle Kunden ist das ein Sicherheitsmerkmal, was für Sie zu einer Steigerung des Umsatzes führen kann.

8. Zahlungsausfall - Was tun, wenn der Kunde nicht zahlt?

Ein Zahlungsausfall kann für Sie als Online-Händler zu einem richtigen Stressfaktor werden. Bleiben Zahlungen aus, kann das nicht nur existenzbedrohend sein, sondern auch langfristig das Wachstum Ihres Unternehmens beschränken. Wir haben 7 Tipps, um Zahlungsausfällen vorzubeugen oder mit ihnen umzugehen.

Um Zahlungsausfall zu vermeiden, sollten Sie unter anderem:

  • verschiedene Zahlungsarten anbieten
  • Teilzahlungen oder Anzahlungen vereinbaren
  • exakte Allgemeine Geschäftsbedingungen (AGB) formulieren
  • ein strukturiertes Mahnverfahren anwenden

Oft sind für Ihren Kunden Rechnungen einfach in Vergessenheit geraten und eine einfache Erinnerung reicht aus. Aber manchmal müssen Sie auch mehrfach zur Zahlung auffordern, vielleicht sogar ein Inkasso-Verfahren oder gerichtliche Schritte einleiten. Für diese Prozesse unterstützen wir Sie mit dem Forderungsmanagement von HB Payment, bei dem Ihnen unsere Spezialisten unter die Arme greifen.

Mit dem Rechnungs- und Debitorenmanagement wird sogar der gesamte Zahlungsprozess überwacht, sodass Sie als Online-Händler immer auf der sicheren Seite sind. Ein weiterer Punkt auf Ihrer E-Commerce Checkliste ist somit abgehakt.


Unser Tipp

Um Zahlungsausfällen vorzubeugen, sollten Sie Sofortzahlungen attraktiv machen. Bestimmte Zahlungsarten dürfen Sie zwar nicht rabattieren, aber definitiv deren Vorteile aufzeigen - zum Beispiel ein schneller Versand bei einer Sofortüberweisung.

9. Marketing - So werden Sie von Ihren neuen Kunden gefunden

Was nützt Ihnen eine gute Idee, ein schöner Shop und tolle Produkte ohne Kunden? Richtig, leider gar nichts. Damit Sie in diesem riesigen Haifischbecken der Konkurrenz nicht nur bestehen können, sondern sich auch abgrenzen, benötigen Sie eine gute Marketing-Strategie. Die Frage ist, wie finden potenzielle Kunden Ihren Shop?

Online-Händler haben viele Möglichkeiten, auf sich aufmerksam zu machen:

  • SEO: Suchmaschinenoptimierung für ein gutes Ranking in Suchmaschinen wie Google
  • SEA: Suchmaschinenwerbung, um durch Anzeigen in den Suchergebnissen Spitzenpositionen zu bekommen
  • Social Media Marketing: Verbinden Sie sich mit Ihrer Zielgruppe, werden Sie zum Teil ihrer Community
  • Remarketing: In Kampagnen werden Nutzern auf anderen Websites in Anzeigen die Produkte ausgespielt, die sie sich auf Ihrer Seite zuletzt angesehen haben
  • Influencer Marketing: In Zusammenarbeit mit Content Creatorn in den Sozialen Medien (zum Beispiel Facebook, Instagram) zur Präsentation Ihres Produkts und Ihrer Marke
  • PR: Public Relations bzw. Öffentlichkeitsarbeit stärkt durch eine strategische Kommunikation die Bindung zu Ihren Kunden

Ein kundenfreundlicher Aufbau, gut zugängliche Seiten, bequeme Abläufe und ein ansprechendes Design machen das Einkaufen in Ihrem Online-Shop für Ihre Kunden zu einem echten Erlebnis, was sie zum Kauf und zur Rückkehr anregen wird. Zum erfolgreichen Eröffnen Ihres Online-Shops gehört ebenso eine Analyse Ihrer potenziellen Zielkunden, was sich auf Ihre Präsentation und Werbestrategie auswirkt. Also zum Beispiel:

  • Sprechen Sie andere Unternehmen (B2B) oder Privatkunden (B2C) an?
  • Haben Sie bestimmte Präferenzen der Kunden im Blick, zum Beispiel Umweltschutz?
  • Hat Ihre Zielgruppe eine bestimmte Altersspanne? Danach entscheiden Sie Adressat und Ansprache.

Außerdem lohnt sich eine Konkurrenzanalyse. Wer sind überhaupt Ihre Konkurrenten, welche Qualität liefern sie zu welchem Preis und was könnten Sie noch besser machen? Die Konzepte von anderen Online-Shops können Ihnen dabei sogar als Inspiration dienen, in welche Richtung Sie mit der Aufbereitung des Shops und Präsentation der Produkte genau gehen möchten.

Es wird Ihnen dabei helfen, sich besser zu positionieren. Sie müssen sich fragen - was hebt Ihren Online-Shop und Ihr Produkt von der Konkurrenz ab? Was ist Ihr Alleinstellungsmerkmal? Eine besonders hohe Qualität oder ein einwandfreier Service? Diesen sogenannten Unique Selling Point (USP) müssen Sie finden und herausstellen.

Fakt ist: Ohne eine gute Marketing-Strategie wird es schwer neue Kunden zu gewinnen. Als Händlerbund-Mitglied profitieren Sie von zahlreichen Marketing-Leistungen.


Unser Tipp

Lassen Sie Profis ran: Nutzen Sie unser Partnernetzwerk und profitieren Sie dabei von professionellen Marketing-Leistungen. Egal ob SEO, SEA oder Social Media, bei unseren Marketing-Partnern finden Sie die richtigen Experten.

Marketing-Partner

10. Kundenservice - Wer hat bei Fragen und Beschwerden ein Ohr für Ihre Kunden?

Niemand wird gerne im Regen stehen gelassen - auch nicht als Online-Shopper. Daher sollten Sie sich als Online-Händler regelmäßig um Ihre Besucher und Kunden kümmern. Das Mindeste ist es, Ihren Kunden eine Möglichkeit zu geben, Sie bei Fragen und Unsicherheiten zu kontaktieren, zum Beispiel über ein Kontaktformular. Halten Sie dabei die Antwortzeiten möglichst kurz, damit sich Ihre Kunden gesehen und wertgeschätzt fühlen.

Neben einem Rechnungsbeleg, einer Übersicht der erworbenen Produkte und Ihrem Dank für den Kauf können Sie dem Kunden einen Rabattcode anbieten, ein Treueprogramm vorstellen oder passende Produkte bewerben.

Ein weiterer wichtiger Faktor ist der Support. Dies meint dabei aber nicht nur auf Kundenanfragen zu reagieren, sondern Ihrem Kunden ein ganzheitliches Unterstützungssystem zur Verfügung zu stellen, damit dieser sich rundum versorgt fühlt.

Worauf Sie aus diesem Grund nicht verzichten sollten:

  • Kontaktformular oder E-Mail-Adresse
  • Telefonnummer und gegebenenfalls Live-Chat, die zu Geschäftszeiten bedient werden
  • FAQ, um gängige Fragen schneller lösen zu können
  • Einbindung von Social Media Kanälen

Ob der Support für Ihren Online-Shop 24/7 notwendig ist, hängt maßgeblich von dem von Ihnen angebotenen Produkt oder der Dienstleistung ab. In jedem Fall sollten Sie offen kommunizieren, wann Ihre Kunden jemanden erreichen können.

Für die sozialen Medien gilt dies ebenso, wenn Sie sich dazu entscheiden, Ihr Unternehmen und Ihren Online-Handel auf Facebook und Co. zu präsentieren. Ein zuverlässiger und respektvoller Umgang mit den Usern wird hier als Community Management bezeichnet und sollte ab einer gewissen Account-Größe von Experten durchgeführt werden. Für Sie als Einsteiger ist es aber ausreichend, den Usern einen Ansprechpartner zur Verfügung zu stellen. Dieser kann Produktanfragen beantworten oder sich um Probleme und Beschwerden kümmern.

Social Media für Online-Shops

In Zeiten der Digitalisierung können Sie auf eine Präsenz in den Sozialen Medien schon gar nicht mehr verzichten, denn auch dort können Sie Kunden gewinnen. Hinsichtlich Darstellung, Marketing und Kommunikation gibt es einige Faktoren zu beachten. Aber unsere Experten zeigen Ihnen gern, wie Social Media im E-Commerce funktioniert.

11. Verpackung und Logistik - Vom Lager zum Kunden

Ein Kunde hat seine Bestellung über Ihren Online-Shop getätigt? Sehr gut! Aber wie kommt die Ware jetzt von Ihnen oder Ihrem Lager zum Kunden? Das ist ein wichtiger Faktor, denn schnell versandte, aber auch sicher verpackte Ware, stärkt die Bindung zu Ihren Kunden.

Ein Kunde hat seine Bestellung über Ihren Online-Shop getätigt? Sehr gut! Aber wie kommt die Ware jetzt von Ihnen oder Ihrem Lager zum Kunden? Das ist ein wichtiger Faktor, denn schnell versandte, aber auch sicher verpackte Ware, stärkt die Bindung zu Ihren Kunden.

Über gesetzliche Bestimmungen zu Verpackungen haben wir Sie mit dem neuen Gesetz zu Verpackungen, VerpackG, bereits informiert. Mit unserem Whitepaper zum neuen Verpackungsgeset können Sie sich aber näher über die einzelnen Regelungen informieren, damit Sie diese auch sicher einhalten.

Sie haben außerdem verschiedene Möglichkeiten, Ihre Ware und Lieferungen zu handhaben:

  1. eigenes Lager einrichten und vorrätig liefern
  2. Lagerung und Versand per Fulfillment-Vertrag an einen externen Dienstleister übergeben
  3. Dropshipping (Hier sind Sie Zwischenhändler für firmenfremde Produkte und der Bestellprozess wird direkt beim Großhändler abgewickelt)

Unser Tipp

Sparen Sie mit unseren Partnern aus dem Bereich Lager und Verpackung. Hier bekommen Sie professionelle und günstige Verpackungsmaterialien von Kartons, über Luftpolsterfolie bis hin zum Klebeband.

Zu den Angeboten

12. Lieferanten - Woher bekommen Sie Ihre Ware?

Was brauchen Sie noch für Ihren Online-Shop? Richtig, die Ware. Der nächste Punkt auf der Checkliste zum Eröffnen Ihres Online-Shops sind Lieferanten. Die Suche nach Großhändlern über Google kann dabei anstrengend und nur bedingt zielführend sein, abhängig davon, nach welchen Begriffen Sie genau suchen.

Sie können aber auch erst nach bestimmten Marken suchen und dann deren Händler ausfindig machen und kontaktieren. Auf verschiedenen Wegen sollten Sie eine Liste mit potenziellen Lieferanten zusammenstellen und mit diesen ein Gesprächstermin vereinbaren.

In diesem Gespräch sollten Sie die für Sie relevanten Fragen stellen, zum Beispiel:

  • Sind die Waren vorrätig?
  • Gibt es einen Mindestbestellwert und eine Mindestmenge?
  • Wie sehen die Zahlungs- und Lieferbedingungen aus?
  • Kann Ihnen der Lieferant Warenproben zusenden?

Aber der Großhändler wird auch Ihnen Fragen stellen, zum Beispiel von wie vielen Aufträgen Sie ausgehen, wie gut Sie die Produkte kennen und warum Sie an diesem Produkt Interesse haben. Ihre Aufgabe bei der Suche nach Lieferanten ist es, sich ein Sourcing-System aufzubauen, auf das Sie sich verlassen können. Damit verhindern Sie den Supergau - dass Kunden kaufen wollen, Sie aber keine Produkte mehr haben. Im sogenannten Supply Chain Management werden Ihre Waren- und Lieferketten gesteuert, wobei es aber auch darum geht, die Beziehungen zu Ihren Lieferanten optimal zu halten.


Unser Tipp

Schauen Sie sich auch Lieferanten im Ausland an, sowohl in unseren Nachbarländern, als auch weltweit. Diese bieten Ihnen mitunter bessere Konditionen. In jedem Fall sollten Sie mehrere Großhändler vergleichen und die für Sie beste Option wählen. Branchenverbände oder Messen sind eine gute Gelegenheit, kompetente Unterstützung zu erhalten.

13. Retouren - Wenn das Paket zurückkommt

Retouren sind, neben der Umweltbelastung, für Sie als Online-Händler immer mit Aufwand und Kosten verbunden. Da der Käufer aber ein Widerrufsrecht hat, können Sie Retouren zwar nicht gänzlich vermeiden, aber versuchen, die Kosten gering zu halten.

Ein gutes Retourenmanagement, was für Ihren Kunden schnell und vielleicht sogar kostenfrei möglich ist, stärkt dessen Vertrauen in Ihr Unternehmen. Mit einem Retourenformular und einem -schein kommt das Paket und die versandte Ware dabei zu Ihnen zurück.

Ziel sollte es dennoch sein, Retouren zu minimieren. Sie können daher einige Maßnahmen ergreifen, um Beanstandungen zu vermeiden:

  • Beschreiben Sie Ihre Produkte detailliert
  • Ermöglichen Sie durch einen guten Kundenservice Fragen zum Produkt
  • Prüfen Sie Ihre Produkte auf Qualität, bevor diese das Lager verlassen
  • Erfragen Sie den Rücksendegrund, um diese Beanstandung zukünftig zu vermeiden
  • Sperren Sie gegebenenfalls bestimmte Zahlungsarten für Kunden, die durch viele Retouren auffallen

Für Sie als Online-Händler sind vor allem die Retourengründe von Bedeutung, die Sie erheben und analysieren sollten. Wenn Kleidung dann zum Beispiel oft als nicht passend angegeben wird, können Sie die Produktbeschreibungen ausführlicher formulieren.

14. Versicherungen - Lohnen sie sich für Ihren Online-Shop?

Mit der Eröffnung eines Online-Shops kommt viel Verantwortung auf Sie zu. Ein weiterer Punkt auf der Checkliste Ihres Shops ist daher das Thema Versicherungen. Es lohnt sich auf jeden Fall für Sie, Ihren eröffneten Online-Shop in verschiedenen Richtungen abzusichern, um bei etwaigen Verstößen einen Rückhalt zu haben.

Folgende Versicherungen kommen für Online-Händler in Betracht:

  • Betriebshaftpflichtversicherung
    Damit schützen Sie sich und Ihren Online-Shop gegenüber berechtigten Forderungen Dritter und begrenzen so unternehmerisches Verschulden.
  • Produkthaftpflichtversicherung
    Mit dieser Versicherung gewährleisten Sie Produktqualität, indem beschädigte Ware abgesichert ist.
  • Inhaltsversicherung
    Hiermit schützen Sie Ihr Lager und die darin befindlichen Produkte gegen Schäden (Einbruch, Feuer, Wasser und andere Naturgewalten) ab.
  • Rechtsschutzversicherung
    Sie sichern sich und Ihren Online-Shop gegenüber Rechtsverstößen und Auseinandersetzungen mit Kunden oder B2B-Partnern ab.

Als Mitglied des Händlerbunds stehen wir Ihnen nicht nur als Ihr rechtlicher Beistand mit Rat und Tat zur Seite, sondern bieten Ihnen auch einmalige Partnerangebote, bei denen Sie von weiteren Vorteilen profitieren - so auch eine Versicherung für Sie und Ihren Online-Shop.

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